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1 (1872)
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Fetis und seine Vorlesungen über Musik waren ebenauch nicht nach Mendelssohn's Geschmack. .,Wozu sovieldarüber reden?" sagt er,lieber gut schreiben; das ist dieHauptsache. Aber wozu die verkörpertemusique mise äla portee de tout le monde", französisch docirt vor Englän-dern, die wohl nur die Hälfte der technischen Ausdrückeverstehen, vielleicht auch nur halb so viel in des DocentenCasse fliessen lassen, als dieser hofft?" Mit Moscheiesentwarf Fetis damals den Plan zu derMethode des me-thodes", die sie zusammen herausgaben und wobei Fetis'sprachliche Gewandtheit Moscheles' sehr zu Statten kam,da er mit Leichtigkeit dessen musikalische Grundsätzeüber Studium und höhere Ausbildung in gutes Französischzu kleiden wusste.

In der Gesangswelt gab es, wie Moscheles sagte,einwahres Cinquecento"; denn da waren die Malibran, dieSonntag, Mme. Stockhausen, die nicht mehr junge, abernoch vortreffliche Camporese, die Pisaroni, Velluti, Don-zelli u. a. Sänger, dazu eine deutsche Operngesellschaftunter -Schütz, der sowohl wie seine Frau sehr brav sang.Die Sonntag, immer gut und mildthätig, gab am 13. Juliein Monstre-Concert für die überschwemmten Schlesier,worin Alles mitwirkte. Das Tagebuch nennt die. DamenMalibran, Camporese, Pisaroni, die Sänger Velluti, Pelle-grini, Zuchelli, Curioni, Donzelli, De Begnis, Torri, Gra-ziani, Bordogni. Puzzi spielte Hörn, Drouet Flöte, Max Bohrerund Lindley Violoncell. Mendelssohn's Ouvertüre zum Som-mernachtstraum wurde zum zweiten Male und mit gesteiger-tem Beifall gegeben. Auch sein Doppelconcert in E-dur (Ma-nuscript), das Moscheles mit ihm spielte, ging gut und ge-fiel sehr. Die Einnahme betrug an £ 500.

Der beliebteste Geiger in dieser Saison war unstreitig 'deBeriot, der damals auf dem Höhepunkt seiner Virtuositätstand. Auch seine neueste Compositum, sein H-moll-Concert,hatte durch die musikalische Nähe (vielleicht auch Mithülfe)seiner Frau, der genialen Malibran, eine interessantere Fär-bung bekommen, als seine früheren Virtuosenstücke. Pixis,der Begleiter der Sonntag, wollte auch Concerte geben, auch