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Solches noch vor ihrem .öffentlichen Auftreten zu gemessenund gaben sich dem Enthusiasmus durch Auge und Ohrhin, der bei dieser Sängerin Hand in Hand ging und denHörer wie mit einem Zaubernetz umspann. „Heute in derHauptprobe des „Barbiere", erzählt Moscheies, „entzücktesie Alles durch ihre Rosine. Als sie sich auf dem Balkonzeigte, beklatschte man die liebliche Erscheinung, als siedie Bühne mit ihrem „una voce poco fä" betrat, bezauber-ten Stimme und Gesang." Nie fiel ein Schatten über eineihrer londoner Vorstellungen. Der Andrang im Parterreder Oper (wo das Billet nur eine halbe Guinee kostet)war so gross, dass Herren ohne Rockschösse, Damen ohneCoiffure zu ihren Sitzen gelangten. Moscheies' sahen die-sem Getreibe aus der Loge von DUe. Sonntag in allerRuhe zu, in der sie ein für allemal Plätze fanden. „Ichkönnte nicht sagen", schreibt Moscheies, „welche ihrerVorstellungen ich für die gelungenste halte; denn ihr Ge-sang ist immer bezaubernd, und obwohl ich mir von derAbwesenheit grösserer dramatischer Effecte Rechenschaftgebe, so nimmt mich doch die Natürlichkeit und Lieblich-keit in Spiel und Erscheinung während der Vorstellungzu sehr in Anspruch, um irgend Etwas zu vermissen.Sogar wenn sie ihre Variationen über den Schweizerbuesingt, so fällt es mir nicht ein zu denken: Wie kann siediese Gurgelei machen? Denn sie leistet etwas in seinerArt ganz Vollkommenes."
6. April: „Concert-Arrangements für mein Concertsowie für das erste des Fräulein Sonntag. Zu Tischedie Bewunderte selbst mit Pixis und ihrer Begleiterin;Abends noch einige Freunde, Alle in Entzücken aufge-löst, unsere deutsche Philomele zu hören."
8. April. „Beim grossen Diner, welches Fürst Ester-hazy für Fräulein Sonntag gab, Prinz und Prinzessin Po-lignac, Baron Bülow, Graf Redern, Marquis of Hertford,Lord und Lady Ellenborough, Lady Fitzroy - Somerset,Countess St. Antonio etc. etc. Dlle. Sonntag sang Abendsbezaubernd, Pixis und ich spielten abwechselnd und zu-sammen."