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und Abgeschiedenheit in der eigenen Familie statt desbunten Menschengewühles. Dies Verfahren ist aber nichtganz leicht zu befolgen. Der Continent ladet zu Kunst-reisen ein; die Provinzialunternehmer Englands bieten vor-theilhafte Engagements; jeder Badeort birgt soireengebendeMütter, lectionsbedürftige Töchter; der Künstler wird zuLandpartieen und Diners verlockt, um später durch seineLeistungen zu zahlen. Da heisst es unerschütterlich wieErz bleiben und stets das eine ungern gehörte, wenn auchüberzuckerte „Nein" in Bereitschaft halten, sonst nimmtman sein London mit sich, wie die Schnecke ihr Haus rund kommt unerquickt an Geist und Körper, wenn auchmit gefülltem Beutel, vom Lande zurück in die neueSaison hinein. Da wo der Künstler nicht vom Treibjagennach Guineen besessen ist, wird ihm die Muse auf ruhigenSpaziergängen während stillverlebter Tage wieder nahen;,sie werden manches Zwiegespräch führen und sie wird inihm immer noch ihren geliebten Sohn finden, an dem sieWohlgefallen hat. Bringt er dann ihre Einflüsterungenmit in. das Stadtgewühl zurück, so ist sein edleres Selbst,das Künstlerthum in ihm, gerettet.
Als Moscheies im Februar von Schottland zurück-kehrte, erwartete ihn ein Brief seines Freundes Peter Pixis,der ihm meldete, dass er als Begleiter von Frl. Sonntagdie Saison in London mit ihr zubringen wolle. Sie warin der italienischen Oper engagirt, ihm sollte er musika-lische Unternehmungen, ihr eine Wohnung vorbereiten.Durch sie wurde vom 3. April, dem Tage ihrer Ankunftan, unendlich viel Schönes und Liebes genossen. Dasreizende, junge Mädchen Henriette Sonntag, war, abgesehenvon ihrem Talent, die freundlichste, liebenswürdigste Er-scheinung. Frei von Anmassung oder Laune, kam undging-sie bei Moscheies ein und aus; „ja, wenn sie so anunserem häuslichen Tische sitzt (sagt er), so vergessen wires ganz, dass London in grösster Spannung ihrem Debütentgegensieht." ,
Hatten sie dann die Freude, sie bei sich singen undwieder singen zu hören, so priesen sie sich glücklich,,
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