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1 (1872)
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So erreichen sie glücklich ihre Häuslichkeit in Lon-don und preisen Gott für die überstandene "Winterreise,auf der Eltern und Kinder vollkommen gesund gebliebenwaren.

Die Engländer nennen die Zeit ausser der Saisonthe dead time of the year" (die todte Jahreszeit). Füreinen beschäftigten Künstler in London, der zugleichLehrer ist, sind aber alle Monate lebendig; nur mitdem Unterschiede, dass sich im Februar die geschäftlicheZeit gerade ausfüllt, während sie im April, Mai und Juninicht ausreicht, dass der Künstler aber im Juli und AugustAlusse findet, sich zu fragen, warum er nicht untergegan-gen ist in diesem bunten Gewühl von eigenen und frem-den Geschäften, die ihn täglich in Anspruch nahmen,warum er der Lectionenfluth, die täglich in neunstündigemSturzbade über seinem Haupte zusammenschlägt, so glück-lich entronnen. Auch ist es merkwürdig, dass er da-bei als sorgloser Wirth am eigenen Tische oder alsliebenswürdiger Gast in fremder Umgebung erscheinenkann; dass ihm Kraft bleibt, bis spät in die Nacht hineinmusiciren zu hören und musiciren zu helfen, vielleicht garein grosses Concert öffentlich zu spielen, wobei er aberimmer zu bedenken hat, dass sein Ruf auf dem Spielesteht; dass er, o "Wunder! sich auch wohl noch zu einerImprovisation heraufschrauben kann. Und ist er dann inden allerersten Morgenstunden zu seinen Penaten heim-gekehrt, so wird er nicht mit dem ersehnten Ruhekissen,sondern mit einem Haufen, nach kurzem Schlaf zu beant-wortender Stadtbilletchen empfangen. Kann man diesLeben dreiundzwanzig Jahre mitmachen, ohne an Geist undKörper zu versanden, so muss man sich in Dankbarkeitglücklich preisen; suchen wir aber das Arcanum gegenden gänzlichen Untergang, so finden wir wohl für denGeist die glückliche Häuslichkeit, die ihn vom Gemüthaus immer wieder stärkt, für den Körper das gänzlicheAufgeben aller Geschäfte, alles Gelderwerbes währenddes Herbstes, gute Landluft statt der Stadt-, Concert- undTheaterluft, Fluss- oder Seewellen statt der Lectionenfluth