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Texte? -Für das Haus Moscheles war er aber nicht nurals Dichter und Freund, sondern auch als Tenorsängerund musikalische Natur, als gesunder Beurtheiler musi-kalischer Schöpfungen unentbehrlich geworden; so bestanddie Freundschaft ungetrübt fort (es gesellte sich spätersogar noch ein verwandtschaftliches Verhältniss dazu), bisder Tod Klingemann dahinraffte.
Der brave Geiger Oury gab in dieser Saison Kam-mermusiken; de Beriot und Cramer glänzten, und derneunjährige Schüler Paganini's, Camino Sivori, tauchte auf,„ein wahres Wunder an Kraft, Reinheit und sinnigemVortrag."
Es wird in dieser Zeit viel über die Reise des Vatersund der Schwester nach London correspondirt, und Mo-scheles schreibt: „Wir haben reichlich Platz für Sie Beide,sollten Sie ihn aber zu beschränkt finden, so ist der inunseren Herzen um desto geräumiger. Auch sollten Sieden Jungen sehen, wie er an mir herauf klettert und mirein obligates Accompagnement in den Brief hineinschwatzt— das würde Sie auch anziehen, denn er ist jetzt aller-liebst." Ein andermal, wo er über die Hitze in Londonklagt, sagt er: „Wenn Charlotte artig ist, bekommt siezur Erfrischung Eis zu essen, das heisst also, sie mussalle Tage Eis essen."
Endlich kamen die lieben Gäste, und bald konnte diehilfreiche Schwester ein kleines Mädchen, ein erstgebore-nes Töchterchen über die Taufe halten. Die Freude imHause über dies Ereigniss war um so grösser, als Mutterund Kind sich durchaus wohl befanden und Moscheles,aller Sorge enthoben, frisch an seine Phantasie überschottische Themen gehen konnte; er wollte noch in diesemWinter nach Schottland und in dieser Phantasie zeigen,,wie er die Nationalmelodien kenne und würdige, noch eheer das Land bereiste.
Hier, wie bei ähnlichen Gelegenheiten tritt die bren-nende Frage des Alleinreisens störend zu Tage, bis siesich endlich zur Befriedigung der Ehegatten, trotz derrauhen Jahreszeit und trotz der beiden kleinen Kinder,