— 184 —
die man nicht allein lassen will, in „Zusammenreisen" auf-löst. Der ärztliche Freund hat seine Zustimmung gege-ben und das Resultat ist ein ungestört glückliches. Siegehen zuerst nach Liverpool, wo Moscheies, von demConcertunternehmer Mr. Wilson engagirt, mit dem ge-wohnten Beifall spielt; ebenso in Chester, immer in Ge-sellschaft von Mori, Phillips, Miss Paton und Mrs. Atkin-son. Das schönste Wetter begleitet sie, und sie könnenin vollen Zügen die klare reine Luft im Gegensatz zu derdrückenden londoner Atmosphäre gemessen." So endetdas Jahr 1827.
1828.
Am 1. Januar nach Liverpool zurückgekehrt, spielteMoscheies hier am 2. im Subscriptions-Concert, und tratam nächsten Morgen mit Frau und Kindern bei Schneeund Eis die Reise nach Edinburgh an, wo sie nach sechs-undzwanzigstündiger Fahrt glücklich ankamen.
3. Januar: „Der gestrige Gang durch die Stadt über-raschte mich auf jedem Schritt. Die N alten, mituntersechszehnstöckigen Häuser, von lauter unbemittelten Fa-milien zimmerweise bewohnt, bieten Nachts durch die,wenn auch noch so schwache Beleuchtung jedes Fensters,den Anblick einer Art Illumination. Als ich auf demViaduct stand, welcher die Alt- und Neustadt verbindet,hatte ich links diese alten Häuser, rechts die herrlichePrinces Street und den ganzen neuen Stadttheil, der ebenjetzt im Entstehen ist, und der aus einer Anzahl von Cres-cents-Squares und Strassen mit vielen schönen palastähn-lichen Häusern, alle aus Quadersteinen, bestehen wird.Solcher Bauten sieht man viele auch in anderen Städten,aber Princes Street ist gewiss einzig in ihrer Art. Strasseauf einer ihrer Langseiten, ist sie Gartenanlage auf deranderen; auch das sieht man zwar in London; dass aberihre Häuserseite rechtwinklig durch Hügelstrassen durch-