— 182 —
bearbeiten, das möchte ich nicht." Er lachte oder schmun-zelte vielmehr, auf die ihm eigenthümliche Weise, unddann gaben wir uns den Handschlag, er auf Hinweglassungunseres Namens, ich auf Besorgung von Einlasskarten.Um gleich mit der Erfüllung meines Versprechens zu be-ginnen, schrieb ich sofort um eine Einlasskarte zu den be-rühmten Raphael's."
In einem späteren Brief sagt die Frau: „Heine gingmit uns im Grosvenor- Square Garten spazieren, wozu uns*** den Schlüssel gaben, und machte die witzigsten Be-merkungen über die vielen Schornsteine, die Einem in soeinem Häuserviereck allerdings doppelt auffallen. . . Vorein paar Tagen kam er so durchnässt im Hause an, dassich ihn hinaufschickte — sich in Moscheies' trockeneChaussure zu stecken, und als er diese kurz vor seinerAbreise zurückschickte, schrieb er folgendes Billet dazu:
„Im Begriff, abzureisen, schreibe ich Ihnen ein heiteresLebewohl, und danke bei dieser Gelegenheit für die freund-schaftliche Theilnahmej die Sie mir beide gezeigt. Ich be-dauere, dass ich vorgestern Madame Moscheies nicht zuHause fand; Sie, Herr Moscheies, waren „engaged" und ichwollte Sie nicht abrufen lassen.
Ich bin beim Kofferpacken, und schicke daher endlichdie geborgten Schuh und Strümpfe. Herzlich lachend er-bitte ich mir die als Depositum gelassenen Stiefel und denzweiten Reisebilder-Band. Ist es mir nur möglich, so seheich Sie noch einmal und sage Ihnen mündlich, dass ichSie sehr, gar sehr schätze und liebe.Ihr ergebener
32 Craven-Street-Strand H. Heine.
July 1827."
Carl Klingemann, der Freund Mendelssohn's, der be-gabte Dichter kam in diesem Jahr als Secretär der han-noverschen Gesandtschaft nach London und ward schonnach einigen Wochen Hausfreund bei Moscheies. Werkennt nicht seine reizenden, von Mendelssohn componirten