Druckschrift 
1 (1872)
Seite
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Die ganze Familie Eskeles und Wimpffen grüssendich und deine liebe Frau eben so herzlich als ich

Dein FreundRau.

Weiter berichtet Schindler:

Wien, den 14. September 1827.Mein theuerster Freund!

Ich ergreife die Gelegenheit, mit dem Ueberbringerdieses, dem englischen Kabinets-Courier Lewisey, Ihnenzu schreiben, und durch seine Güte Ihnen beiliegendeszum Andenken an unsern Freund Beethoven zu schicken.In Ihrem letzten Schreiben verlangten Sie eine Hand-schrift, und zwar von etwas schon Bekanntem. Hier derSchluss des Scherzo der letzten Symphonie. Das zweiteist eines jener merkwürdigen Taschenbücher, in die Beet-hoven seine Entwürfe gewöhnlich unter freiem Himmel,schrieb, um sie zu Hause dann in Partitur auszuarbeiten.Ich war so glücklich, mehrere derselben zu retten, die fürmich das grösste Interesse haben. Es wird zwar Niemandklug aus diesen Aufzeichnungen, ausser man weiss, vonwelchem Kinde sie der Embryo sind. Dies hier folgendeenthält den Entwurf zu einem seiner letzten Quartette,und wenn Sie diese Quartette einstens hören, so werdenSie sicher darauf kommen, zu welchem es gehört. EinigeGedanken sind ganz deutlich niedergeschrieben. Ichglaube, dass ich Ihnen damit einen Beweis meiner Freund-schaft gebe, indem ich Sie zugleich versichere, dass ausserIhnen kein Mensch eine ähnliche Reliquie erhalten, nochje erhalten werde, ausser gegen viel Geld. Das Por-trait von Beethoven ist Ihnen bereits durch Lewingerüberschickt worden, wie er mir gestern sagte; wenn esnur jenes ist, wo er schreibend lithographirt ist; denn dasist das allerbeste; die anderen sind alle nichts werth. Aufdem Blatte worauf er schreibt, steht:Missa solemnis". Ichwollte Ihnen alles zusammen durch Herrn Clementi schicken,dessen Bekanntschaft ich in London machte, allein ich