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Mal zum Consilio, bis er in den letzten acht Tagen täg-lich kam.
Kurz, zu Ihnen kann und darf ich es sagen: Beethovenist als Opfer der abscheulichsten Niederträchtigkeit undUnwissenheit wenigstens zehn Jahr zu früh in's Grab ge-gangen. Doch die nähere Aufklärung über alles diesesbleibt einer späteren Zeit vorbehalten.
Hummel ist am 9. wieder nach Weimar zurückgereist.Er hatte seine Frau und seinen Schüler, einen Hrn. Hilleraus Frankfurt, mit hier. Letzterer grüsst Sie recht sehr,ebenso auch Hummel.
Die Auslagen für die Leiche sind denn jetzt beinahebeendigt, und betragen bei 330 Fl. C.-M.
Ich hätte Ihnen noch sehr, sehr viel zu sagen, allein ichmuss schliessen. Freund Lewinger grüsst Sie Beide herz-lich; er ist so gütig, diesen Brief durch Rothschild zu ex-pediren. Auch Rau grüsst Sie. Schreiben Sie uns nurrecht bald. An Herrn Stumpf alles erdenklich. Schöneund melden Sie ihm, dass es Beethoven's Wille war, ihm-eines seiner neuesten Werke zu dediciren. Dies soll auchgeschehen, wenn wir nur einiges finden, was ganz ist.Uebrigens ein herzliches Lebewohl von
Ihrem alten FreundSchindler.
Nach einigen Monaten schreibt Rau über diese An-gelegenheit:
Wien, den 17. Juni 1827.
Beschuldige mich nicht der Nachlässigkeit, lieberFreund! weil ich dich über Beethoven's Angelegenheit solange ohne Nachricht lasse. Dass ich die von der Phil-harmonischen Gesellschaft dem Verstorbenen seiner Zeitüberschickten 1000 Fl. C.-M. reclamirte, habe ich dir ange-zeigt. Der Testaments-Executor, Herr Hofrath Breuning,konnte und durfte hierüber nichts verfügen, bevor nicht<Iie Convocation der Beethoven'schen Gläubiger in derZeitung wie gewöhnlich, angezeigt war. Diese Convocationfand am 5. Juni d. J. Statt. Ich schickte auf Anrathen