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aus. Der Norma-Tag nach Ostern ist in diese Wocheverlegt worden, folglich kämen mehr in diesem Monate.Das Concert am Mittag zu geben, räth Weigl nicht, so-wie er auch vorschlägt, diesen Plan erst im nächstenHerbst auszuführen. Allein bis dahin ist der wenige Eiferganz erkaltet und Niemand denkt mehr daran, etwas da-für zu thun.
Auch über die ärztliche Behandlung muss ich Ihnenetwas sagen. Gleich am Anfange der Krankheit liess.Beethoven seine früheren Aerzte bitten, sich seiner anzu-nehmen. Dr. Braunhofer liess sich entschuldigen, da.ihm der Weg bis zu ihm zu weit sei; und Dr. Stauden-heim kam endlich nach dreitägigem Bitten, aber er bliebaus, und kam nicht zum zweiten Male. Er musste sichdaher einem Professor des allgemeinen Krankenhausesanvertrauen, den er noch auf eine höchst sonderbare Arterhielt. Nämlich der Kaffeesieder Gehringer auf dem,Kohlmarkte, hatte einen kranken Dienstboten, den er gerndiesem Professor auf seine Klinik übergeben wollte; —er schrieb desshalb diesem Professor Wawruch, dass erihn aufnehmen möchte, und ersuchte ihn zugleich, zu.Beethoven zu gehen, der eines Arztes bedürfe. Nachlängerer Zeit konnte ich erst erforschen, dass der liebens-würdige Neffe, Karl v. Beethoven, während er eines-Tages dort Billard spielte, dem Kaffeesieder diesen Auf-trag ertheilte. — Der Professor kannte weder Beethovennoch seine Natur und behandelte ihn daher ganz schul-mässig, liess ihn die ersten vier Wochen nur allein zwei-undsiebenzig Flaschen Medizin nehmen, manchen Tag dreiverschiedene, so dass Beethoven schon in den ersten Tagendes Januar mehr todt als lebend war. Endlich konnteich diesem Unheile nicht länger mehr zusehen, und gingohne Weiteres zum Dr. Malfatti, der ehemals sein Freundwar. Dieser liess sich lange Zeit bitten, und Beethovenselbst bat ihn bei dem ersten Consilio, um Gottes Willensich seiner anzunehmen. Allein Malfatti wendete ein,,er könne dies aus Rücksicht für den anderen Arztnicht thun, und kam die Woche ein, höchstens zwei