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1 (1872)
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Beethoven nach seiner ersten Akademie im Kärntnerthor-Theater vor zwei Jahren, nach Abschlag aller Unkosten,wozu auch die iooo Fl. kommen, welche er der Admini-stration für das Theater bezahlen musste, nur 300 Fl. W. W.übrig blieben; denn kein einziger der Abonnenten be-zahlte ihm für seine Loge nur einen Heller, und nicht-einmal der Hof Hess sich in dieser Akademie sehen, ob-wohl Beethoven unter meiner Begleitung alle Glieder deskaiserlichen Hauses persönlich einlud. Alle versprachen.zu kommen und am Ende erschienen sie nicht nur nicht,sondern überschickten ihm auch nicht einen Groschen,welches doch bei dem allergewöhnlichsten Benefiziantennicht zu geschehen pflegt.

Bei seinem zweiten Concerte im selben Monate imRedoutensaal, musste die Administration, die es für ihreRechnung unternahm, bei 300 Fl. C.-M darauf bezahlen,und ich hatte die grösste Mühe, Beethoven abzuhalten,dass er nicht dieses Deficit von denen ihm von der Ad-ministration für dieses Concert garantirten 500 Fl. C.-M.bezahlte, indem es ihn aufs Tiefste schmerzte, dass die Ad-ministration durch ihn sollte einen Schaden leiden.

Bei der Subscriptiön für seine letzte grosse Messewollte hier Niemand, auch der Hof nicht subscribiren,und andere unzählige Niederträchtigkeiten und Erniedrig-ungen, die der arme Mann erfahren musste. Dies Allessollte jetzt bekannt gemacht werden, weil jetzt die besteVeranlassung dazu ist.

Ganz Wien wusste es, dass Beethoven schon zwei,dann drei Monate krank liege, und Niemand bekümmertesich weder um sein Befinden, noch um seine ökonomischenVerhältnisse. Hätte er also nach solchen traurigen Er-fahrungen hier noch Hülfe suchen sollen? Und bei Gott!hätte die Philharmonische Gesellschaft durch ihr edlesGeschenk nicht den Impuls gegeben, und die Wiener auf-geregt, Beethoven wäre gestorben und so begraben wordenwie Haydn, hinter dessen Bahre fünfzehn Menschen gingen.

Mit der Akademie, die der gesammte Körper unseresTheaters für das Grab-Monument geben will, sieht es so