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Nicht lange nachher lief folgender Brief ein:
Wien, den n. April 1827.Mein edler Freund!
Sie werden erschrecken über die vielen und nochdazu dickleibigen Briefe. Aber Bester! Leset! und staunet!— Um Ihre, unseres Freundes Beethoven und die Ehreder Philharmonischen Gesellschaft zu retten, blieb unsnichts übrig, als Ihnen Alles genau und umständlich zuberichten. — Schon in meinem letzten Brief habe ichIhnen gemeldet, dass man hier schreit und schreibt überdie edle Handlung der Gesellschaft. Nun aber enthält die„Allgemeine Zeitung" einen Artikel, der jeden auf s Höchsteempören muss. Wir haben es für Pflicht gehalten, daraufzu - antworten, und Hofrath Breuning übernahm es, diesenhier beiliegenden Artikel der Wahrheit gemäss abzu-fassen, und Pilat schickt ihn selbst noch heute dem Re-dacteur der Allgemeinen Zeitung. — Ohne den Artikelder Allgemeinen Zeitung zu kennen, werden Sie beimDurchlesen unserer Antwort sogleich den Inhalt und denZweck desselben errathen. Ihnen und Smart bleibt nunnoch übrig, Ihre Briefe ebenfalls in der AllgemeinenZeitung öffentlich bekannt zu machen, damit dieses Ca-naillenvolk recht tüchtig gedemüthigt werde. Unser Auf-satz, meint Rau und Pilat, ist zu höflich; allein wir Beide,Breuning und ich, dürfen keiner so die Wahrheit darübersagen, wie wir wünschten und man es der Welt schuldigwäre; denn ohnehin habe ich mir schon als Freund Beet-hoven's und als Vertheidiger seiner Sache viele Feinde ge-macht; allein es wäre niederträchtig von mir, dass ichstille schweigen sollte, wenn sein Andenken noch imGrabe beschimpft und seine wohlmeinenden Freunde fürihr edles Bestreben sollten öffentlich angegriffen werden.
Ich schrieb Ihnen schon letzthin, dass die Philharmo-nische Gesellschaft in ihrem Namen sich durch die Be-kanntmachung von Ihren und Smart's Briefen in dieSchranken stellen sollte, und jetzt ist es nicht nur mein,sondern unser Aller Wunsch. — Die Philharmonische Ge-sellschaft soll sagen, dass man gut in London wisse, dass