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1 (1872)
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Alles schrie;Welche Schande für Oesterreich! Dassoll man nicht angehen lassen, denn Alles wird dazu bei-tragen!" Allein es blieb beim Schreien. Der Musikvereinbeschloss den Tag nach der Beerdigung ihmein Requiem halten zu lassen, und dies ist alles. Wiraber vom Kärntnerthor werden noch im Laufe des Aprileine grosse Akademie veranstalten, um ihm einen hüb-schen Leichenstein machen zu lassen.

Noch muss ich Ihnen melden, dass der Todtengräbervon Währing, wo er begraben liegt, gestern bei uns war,und meldete, dass man ihm mittelst eines Billets, welcheser zeigte, 1000 Fl. C.-M. anbot, wenn er den Kopf vonBeethoven an einem bestimmten Ort deponire. Die Polizeiist dieserhalb schon mit der Ausforschung beschäftigt.Das Leichenbegängniss kostete etwas über 300 Fl. C.-M.Freund Rau wird Ihnen schon darüber geschrieben haben.Wollte die Philharmonische Gesellschaft das übrige Geldhier lassen, und z. B. mir auch einen kleinen Theil davonschenken, so würde ich es als Legat von meinem FreundeBeethoven betrachten; denn ich habe wirklich nicht dasallermindeste Andenken an ihn, sowie Niemand, denn derTod überraschte ihn und uns, die wir um ihn waren.

Schreiben Sie mir doch nur einige Zeilen, ob sie dieBriefe vom 22. Februar, 14. März und 18. März erhaltenhaben, und so auch Sir Smart. Die Verwandten Beethoven'shaben sich gegen das Ende auf das Niederträchtigste be-nommen; er war noch nicht ganz todt, so kam schon seinBruder, und wollte Alles fortschleppen, selbst die 1000 Fl.aus London, allein wir haben ihn gerade zur Thüre hinausgeworfen. Solche Scenen gingen am Sterbebette Beethoven'svor. Machen Sie doch die Philharmonische Gesellschaftauf die goldene Medaille von Ludwig XVIII. aufmerksam,sie wiegt 50 4^ und wäre das schönsteAndenken an diesengrossen Mann. Also Gott befohlen.

A. Schindler.Hummel spielt morgen im Kärntnerthortheater. Mr.Lewisey grüsst H. Neate.

Moscheles' Leben. n