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nicht warten lassen, bis man ein Concert veranstaltenkönne, wozu in dem grossen London vier bis sechs Wochengehörten, überdies sei die Jahreszeit eine ungünstige; manwolle ihm unverzüglich £ ioo durch Moscheies über-machen, um aber sein Zartgefühl zu schonen, dabei be-merken, dies geschehe ä Conto des sich vorbereitenden Con-certes. Der hier folgende Brief von Rau (einem WienerFreunde Beethoven's) *) beweist, dass diese Sendung Wienmöglichst rasch erreichte:
Wien, 17. März 1827.Lieber Freund!
Nach einer sehr bedeutenden Augenentzündung, diemich drei Wochen hindurch zwischen den vier Wändenmeiner Kammer gefangen hielt, bin ich Gottlob wieder soweit hergestellt, dass ich, obschon mit Mühe und An-strengung, die Feder wieder führen darf. Errathe, wasDu nicht lesen kannst und habe Nachsicht mit der Un-deutlichkeit meiner Schrift,
Dein Schreiben, welches ich zugleich mit den fürBeethoven überschickten £ 100 richtig empfing, setzte unsin ebenso grosses Staunen als Bewunderung. Der grosse,in ganz Europa mit Recht verehrte, hochgepriesene Mann,der edelste gutherzigste Mensch liegt in Wien in dergrössten Noth auf seinem Krankenlager zwischen Lebenund Tod! und dies müssen wir von London aus erfahren**),von dort eilt man, ihm sein Elend, seinen Kummer zumildern, ihn mit Hochherzigkeit vor Verzweiflung zu retten.
*) Rau war viele Jahre Erzieher des jungen Barons von Eskeles,dessen Eltern sich einst Moscheies' so freundlich angenommen . hatten.Diesem übersandte Moscheies st 100 mit der Bitte, selbst zu untersuchen,wie es mit Beethoven stehe.
**) Im Originalbrief finden wir folgende Anmerkung von Moscheies'Hand: „Ich habe jedoch viele Beweise, welche Theilnahme Beethoven'sgefahrvoller Zustand damals in Wien erregt hat, und dass viele seiner Ver-ehrer ihm mit Hülfe und Trost entgegengeeilt wären, wenn seine Zurück-gezogenheit den Zutritt zu ihm oder seiner nächsten Umgebung nicht zusehr erschwert hätte."