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haupt mit seinem Temperament. Denken Sie sich ihn indiese Lage versetzt durch den niederträchtigsten Menschen,seinen Neffen, zum Theil auch durch seinen Bruder; denn"beide Aerzte, Herr Malfatti und Prof. Wawruch, erklärenden Grund der Krankheit aus den fürchterlichen Gemüths-bewegungen, denen der gute Mann lange Zeit hindurchdurch seinen Neffen ausgesetzt war, sowie aus dem zulangen Aufenthalt in der nassen Jahreszeit auf dem Lande,welches aber nicht leicht zu ändern war, weil der jungeHerr nicht in Wien bleiben durfte, infolge eines Polizei-mandates, und ein Platz bei einem Regiment nicht sogleichausfindig zu machen war. Nun ist er Cadett beim Erz-herzog Ludwig und beträgt sich noch stets gegen seinenOnkel so wie früher, obwohl er jetzt so wie eh', ganzvon ihm lebt. Den Brief an Sir Smart schickte ihmBeethoven bereits vor vierzehn Tagen zu, zur Ueber-setzung in's Englische, allein bis heute ist noch keine Ant-wort zurück, obwohl er nur einige Stationen von hier, inIglau ist.
Sollten Sie es, mein herrlicher Moscheies, in Verbin-dung mit Sir Smart dahin bringen, dass die PhilharmonischeGesellschaft seinem Wunsche willfahrt, so thun Sie gewissdadurch die grösste Wohlthat; die Ausgaben in dieserlangwierigen Krankheit sind ausserordentlich, so zwar,dass die Vermuthung, er werde in der Folge Mangel leidenmüssen, ihn Tag und Nacht quält; denn von seinem ab-scheulichen Bruder etwas annehmen zu müssen, brächteihm zuerst den Tod.
Wie es sich jetzt schon zeigt, so wird aus der Wasser-sucht eine Abzehrung; denn er ist jetzt schon nur Hautund Knochen; allein seine Constitution wird noch sehrlange diesem entsetzlichen Ende widerstehen.
Was ihn noch sehr kränkt, ist, dass sich hier garNiemand um ihn bekümmert; und wirklich ist diese Theil-nahmlosigkeit höchst auffallend. In früherer Zeit ist manin Equipagen vorgefahren, wenn er nur unpässlich war;jetzt ist er ganz vergessen, als hätte er gar nie, in .Wiengelebt. Ich habe dabei die grösste Plage und wünsche