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aber nicht ohne Murren zwei Gesangsnummern abziehen,und Solisten waren in dieser elften Stunde nicht auf-zutreiben. „Da fiel mir ein, dass die Rainer's in dernächsten Nähe meines Concertsaales eine fashionable Soireehatten; ich eilte -zu ihnen: „Rainer's, wollt Ihr zwischenEuren Stücken bei Lady ** zwei Mal für mich singen?Ich bin in Verlegenheit." „„Ja gewiss"", ertönte es im Quar-tett, „„für Dich thun wir Alles"", und so kamen sie undsangen, und meine Lücken waren gut ausgefüllt."
Von den Londoner Musikverlegern geplagt, musstesich Moscheies entschliessen, einige Stückchen über dieLieder dieser beliebten Gäste zu schreiben. Da er aberdoch nur für einen schreiben konnte, so ward der so Be-vorzugte von einem anderen Zurückgesetzten angegriffen;die beiden Herren processirten um die arrangirten Lied-chen; aber Moscheles' - Verleger gewann; es war ihm nichtsanzuhaben.
In dieser Saison fand sich auch der junge Liszt inLondon ein. Er spielte wiederholt mit seiner allbekanntenVirtuosität, die schon damals sehr entwickelt war, konnteaber dennoch den kleinen Saal, in dem er am 9. JuniConcert gab, nicht füllen. Von seinem dort gespieltenConcert in A-moll bemerkt das Tagebuch, dass es „cha-otische Schönheiten enthält"; von seinem Spiel, dass es„alles früher Gehörte an Kraft und Ueberwindung vonSchwierigkeiten übertreffe."
Die Anzahl der Concerte war ebenso bedeutend wiein früheren Jahren, und Moscheies spielte manchmal inzweien an einem Abend. Der Harfenspieler Labarre, derCellist Poignie und der Flötenspieler Sedlatzek, sowie deBeriot waren neue Erscheinungen am musikalischen Ho-rizont.
Mitten in dieses gesunde heitere Leben fiel wie einDonnerschlag die Nachricht von der Krankheit des grossenHeros Beethoven! Die erste Notiz im Tagebuch findenwir in folgenden Worten: „Heute zum Tode erschrecktdurch Stumpff! Beethoven ist gefährlich krank, wollte ermir mittheilen; er hat einen Brief, der es meldet. Welch