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"Wunsche nachzukommen, suche ich alle Vollgriffigkeit undungewöhnliche Modulation zu vermeiden, kann "aber ebendeshalb diese Sachen nicht als legitime Geschwister andererGeisteskinder betrachten."
Kein Wunder, dass man bei dieser Hinneigung zuleichten, in's Ohr fallenden Rhythmen eine aus dem Ziller-thal nach London gepilgerte Sängerfamilie als angenehmeNovität begrüsste. " Es waren die Rainer's, drei Brüderund eine Schwester. Wie fast alle vom Continent kom-menden Musiker, waren sie an Moscheies empfohlen. Errichtete ihnen einige tägliche Productionsstunden in derEgyptian Hall ein, wo sie ihre wunderhübschen Tiroler-liedchen sangen und der eine Bruder mit der Schwestersich auch in einem phlegmatischen Ländler schwang. Ihrtreuherziges Wesen, ihr reiner Gesang, ihre charakteristi-schen Lieder, ihre echte Tiroler Tracht, Alles gefiel undlockte mehr und mehr Zuhörer herbei, sodass sie trotzeines geringen Einlasspreises gute Geschäfte machten.Hierbei aber blieb die Sache nicht stehen; diese Tirolerwurden Mode. In den glänzendsten Soireen der vornehm-sten Damen mussten sie die grössten Opernsänger mitihren Volksmelodien ablösen. König Georg IV. hörte sieso gern, dass er sie mit neuen Exemplaren ihrer National-tracht begabte, worauf sie mit Recht stolz waren. BeiMoscheies gingen sie ein und aus, holten sich Rath odererzählten von ihren Erfolgen. Ihm leisteten diese Rainer'sganz unerwartet einen grossen Dienst. Sein jährliches,wochenlang vorbereitetes Concert litt an entschiedenemSänger-Malheur. Die eine Sängerin wurde heiser, dieandere durch einen Unfall am Singen verhindert, und dasAlles erst in dem Augenblick, wo das Concert beginnensollte. Nun hatte er zwar noch Mme. Caradori, auch FrauStockhausen, deren reizende Stimme und lieblicher Vor-trag schon damals Aufsehen zu 'erregen begann; er hatteauch ein beliebtes Buffo- Duett zwischen Galli und deBegnis; de Beriot spielte ein Violinsolo, und er selbst,ausser seinen Solosachen, noch sein „Hommage ä Händel"mit Cramer; der concertbesuchende Engländer lässt sich