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Staatsrechtslehrers Sartorius. Sowohl seitens der Ein-wohner als der Studentenschaft hatte er sich einer herz-lichen Aufnahme zu erfreuen.
Am 7. Januar meldet das Tagebuch die glücklicheAnkunft in Cassel. „Das Wiedersehen mit Spohr erfreutmich gar sehr, das Bewusstsein, einen so grossen Mannzu verstehen, das gegenseitige Interesse an den Leistungen,,das Alles thut wohl. Sein Garten ist selbst im Winterreizend." Wie sehr Spohr sich Moscheies in diesen Tagenwidmete, geht aus dem Tagebuch hervor. Am 8. Januarhilft er ihm Concertanstalten machen; am 9. Januar heisstes: „Heute war bei Spohr ein ausgewählter Cirkel vonMusikern und Musikfreunden, unter ihnen Hauptmann,Gerke und Frau v. Malsburg. Spohr spielte mit bekann-ter Trefflichkeit seine zwei neuesten Quartette in D-moll undB-dur, ich das erste Stück meines C-dur-Concertes unddas erste Heft meiner Etüden, die besonderes Interesse zuerregen schienen." „Am 10. Januar mit Spohr auf dieWilhelmshöhe und bei ihm gespeist. Am 11. Januar frühmit ihm in die Probe meines Concertes im Stadtbausaale.Dort empfing er zu Aller Erstaunen ein Rescript desKurfürsten, das mein Concert von diesem Saal in's Theaterverlegte, mit dem Bedeuten, der Kurfürstliche Hof werdees besuchen." Ein Brief der Frau ergänzt diese Notiz:„Der Kurfürst beliebt sonst kein Concert im Saale zu be-suchen, weil es dort keine Loge giebt, verweigert gewöhn-lich das Theater zu Concerten (wie z. B. selbst Hummelgegenüber) und hat, wie man hier sagt, noch keins imTheater besucht, beehrt also meinen Mann so sehr, wie^ein Kurfürst von Hessen ihn nur beehren kann." Ueberdas Concert selbst sagt das Tagebuch: „Ich wurde unterSpohr's Leitung herrlich accompagnirt, sodass ich mitLiebe mein G-moll-Concert und Clair de lune spielte, auchrecht begeistert über das Frauenduett aus „Jessonda" undden „Vogelfänger" phantasirte. Die Ouvertüre zum „Berg-geist" und „Lodoiska" wurden vortrefflich gespielt. Wildund die Heinefetter sangen sehr schön."
Neben alledem finden sich noch ein paar ruhige