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Aber lieber Moscheies, sollte denn eine alte wienerFreundin nicht die Kabalen eines Theater-Directors ver-eiteln helfen? s'Jettl is immer noch's Jettl."" Trotz ihrerLiebenswürdigkeit war der Saal, wahrscheinlich der spätenAnkündigung und anderer ungünstiger Umstände halber,,nur zu zwei Dritteln voll; aber der Hof war zugegen undAlles ging vortrefflich unter Moser 's Leitung."

Durch und mit Felix Mendelssohn und seiner Familiegab es wieder die genussreichsten Stunden.Wie gross-war meine Freude, als er mir mit seiner Schwester Fanny-seine neue Ouvertüre zum Sommernachtstraum zu vierHänden vorspielte! Und wie gediegen fand ich seineSonate in E-dur! Er spielte mir auch seine grosse Ouver-türe in C mit dem Haupt-Thema für Trompeten und einkleines Caprice vor, das erAbsurdite" nannte. Diesergrosse noch so jugendliche Genius hat wieder Riesen-schritte gemacht, die aber, o Wunder, ausser von seinenLehrern Zelter und Louis Berger und einigen Auserwähl-ten, noch wenig anerkannt werden. Auch dieser Prophetmuss erst durch das Ausland seinen Ruhm gründen. . . .Mich freut es, dass er und Marx und noch einige Lieb-haber viel Interesse an meinen Etüden zeigen, indem siewiederholt zu mir kommen, sie sich vorspielen zu lassen;:Marx erklärt sich sogar bereit, die C-moll-Etüde,DerKampf der Dämonen" betitelt, die er allen anderen vor-zieht, zu instrumentiren." Diese C-moll-Etüde entstandauf eigene Weise. Moscheies hatte für seine Frau seinRondo expressif" in ihrer Lieblingstonart As-dur compo-nirt, und sie übte es mit grossem Eifer, konnte aber denletzten rollenden Lauf nie ganz zu ihrer eigenen Zufrieden-heit herausbringen und klagte ihm dies.Gut", sagte er,Alle, denen es so geht wie Dir, sollen eine ganze Etüdesolcher Läufe zu üben bekommen, dann werden sie's schonlernen."

Ritter Spontini war freundlich gegen Moscheies;.dieser gehörte nicht zu den Rivalen, Feinden und Neidern,,über die er beständig klagte; er zog ihn auch mit Fragenin's Vertrauen, zu welchen Preisen er wohl seine Opern.