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Reise durchaus nicht entbehren kann, muss sich ent-schliessen, das Kind bei ihrer Schwester zu lassen, wo esvortrefflich aufgehoben ist.
Das nächste Ziel ist Leipzig. Am 25. September spielteer in seinem Concert zum ersten Mal das erste Stück desC-dur-Concerts, ebenso zum ersten Mal in Deutschland die„Erinnerungen an Irland"; dann das Rondo brillant in D'und die nie fehlende Improvisation. Das Publicum belohnteihn durch grossen Beifall und bedeutende Einnahme. Nachdem Concert trafen sie noch Grillparzer bei einem Souperdes Banquier Seyfferth. Hofrath Wendt, der auch unterden Gästen war, machte ein sehr schmeichelhaftes Im-promptu auf das Zusammentreffen des Dichters undMusikers.
Am 26. September wurde im Theater zu Ehren undim Beisein des Dichters „Medea" gegeben. NachdemMoscheies auch im Gewandhaus (27. Sept.) sein C-dur-Concert mit bestem Erfolg gespielt, reiste er nach Dresdenab, wo er am 30. September ankam. Dort traf er manchenguten Bekannten aus früherer Zeit, unter Anderen Wolf-ram, den alten wiener Freund und Musiker, der immerzwischen der Jurisprudenz und Kunst geschwankt hatte,inzwischen teplitzer Bürgermeister geworden war undsich jetzt in Dresden aufhielt, um seine allerliebste Oper„Die bezauberte Rose" zum ersten Mal aufführen zu lassen.Hübsch ausgestattet und gut gegeben, machte Moscheiesdie, wenn auch leichte Musik, viel Freude. Einen genuss-reichen Abend verlebte er bei Tieck, der sein satirischesSpiel „Die verkehrte Welt" vorlas.
Da Fürstenau eben im Begriffe war, in Dresden eingrosses Concert vorzubereiten, und da Moscheies wederseine Unternehmung stören, noch ihren Ausgang abwartenmochte, so gab er jedes öffentliche Auftreten in Dresdenauf und reiste am 5. October ab. In Prag, wohin er sichzunächst wandte, ward Moscheies die doppelte Freudeseine Verwandten wiederzusehen und ihnen seine Frauzu bringen. Nach kurzem Aufenthalt eilten sie nachWien, wohin Moscheies vom Director des Kärtnerthor-