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1 (1872)
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Zeit hat, so dankte ich. Ohne ihn, auf einem race-coursemit einem Prinzen, wenn auch einem alten das ist mirzu hoch."

Jede Soiree in grossstädtischem Style wurde im HauseMoscheies zu den häuslichen Störungen gerechnet, wegender Vorbereitungen, die sie erforderte, und der Ermüdung,die sie hinterliess; dennoch wurden sie durch die Ver-hältnisse in solche Soireen bei Rothschild's und Anderenhineingezogen. Auch wollten sie es dem Fürsten Dietrich-stein nicht abschlagen, dem grossen Costümball im Co-ventgarden-Theater beizuwohnen, der an Pracht undFülle vielleicht einzig in seiner Art war. Parterre, Par-ket und Proscenium bildeten einen einzigen grossartigenSaal, in dem es durcheinanderwogte; da gab es Costümeaus aller Herren Ländern, in reichster Eleganz, viele mitEdelsteinen besäet. In den Logen sassen die Zuschauerin Balltoilette, auf der Bühne war eine Hofloge, in dersich die königliche Familie aufhielt und in den Nebensälenwurde lustig zu Tänzen im engeren Kreise aufgespielt.Um einen Begriff von dem Zudrange zu diesem Ballezu geben, sei es notirt, dass wir den Saal um zwei Uhrverliessen, aber erst um vier Uhr den Wagen des Fürstenerreichten."

Diesem rauschenden und geschäftigen Leben, das auchim Juli noch fort ging, entfloh Moscheles erst AnfangAugust durch eine Reise nach Hamburg. Den 7. Augustbezeichnet Moscheies jubelnd als dieAnkunft in Ham-burg bei den Lieben mit Frau und Kind", und nun folgensechs Wochen der Ruhe in schöner Ländlichkeit im glück-lichsten Familienkreise. Unter den Hamburger Künstlernwar besonders Bernhard Romberg ein häufiger gern ge-sehener Gast. Mit ihm spielte Moscheies fleissig, auchcomponirte er damals in der ländlichen Stille sein C-dur-Concert.

Moscheies eilte weiter; er stand am Vorabend einerKunstreise durch Deutschland und Oesterreich. Die Zeitverstrich nur zu schnell; der 17. September war der trau-rige Tag der Trennung. Die Frau, die er auf dieser