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1 (1872)
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Theaters eingeladen worden war, um dort zwei Con-certe zu halber Einnahme zu geben. Diese fanden am21. und 25. October statt, und auch hier erfreuten sich dasneue C-dur-Concert und dieErinnerungen an Irland" derherzlichsten Aufnahme.

In vielen grossen Häusern, wo Moscheies einst inseiner wiener Studienzeit ein- und ausgegangen war,wurde nun auch seine Frau mit vieler Freundlichkeit auf-genommen. So wollte die alte Frau v. E . . . . sie inihrem kleinen Hofzirkel, den sie gewöhnlich zwischen demMittagmahl und dem Theater hielt, nie missen. Manspeiste nämlich um drei Uhr, und von vier bis sechs Uhrempfing die alte Dame ihre Gesellschaft auf einem gelbenAtlasdivan zurückgelehnt, von seinen vielen weichenPolstern getragen; sie verstand es noch recht gut, denTeint durch künstliche Mittel zu heben, und mit allenWaffen der Toilettenkunst gegen die Spuren der zuneh-menden Altersschwäche zu Felde zu ziehen. Abbe's,Dichter und Gelehrte, z. B. Carpani, der Freund undBiograph Haydn's, fanden sich in diesen Nachmittags-gesellschaften ein, Stadtgespräche und politische Neuig- keiten wurden von Beamten und Staatsmännern zuge-tragen; die Damen erschienen in Abendtoilette; gesprochenwurde französisch, und zwar ziemlich schlecht; und dasGanze trug den Stempel der Unnatur. Herr v. E . . . .,der gerade schlichte Geschäftsmann, erschien nie in diesemZirkel. Er hatte abonnirte Logen in allen Theatern, dieMoscheies und seiner Frau offen standen. MitCzerny, demalten Abbe Stadler, Schindler,l'ami de Beethoven" (wieer sich auf seiner pariser Visitenkarte zu nennen liebte),der Familie Blahetka, dem Kapellmeister Seyfried, May-seder, Merck, Schuppanzigh, Leidesdorf, den beiden Hor-nisten Lewy wurde viel musicirt, die Erinnerungen deralten Freundschaft wurden erneuert, und die Presse be-handelte Moscheies wie einen zu kurzem Besuch heimge-kehrten und daher hochzuhaltenden Sohn.

Die Hochzeit seiner Schwester Nanny, die ihn EndeOctober nach Prag rief, hinderte ihn, den verlockenden

Moscheies' Leben. c,