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1 (1872)
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auf der Scene einen Auszug seinesFreischütz", dieOuvertüre wurde jubelnd wiederholt; Braham, Miss Patonund Phillips sangen die Hauptstücke der Oper mit Be-geisterung. Weber reichte während des enthusiastischenApplauses den Sängern die Hände, um seine Zufrieden-heit auszudrücken; am Ende der Vorstellung stand dasganze Parterre auf den Bänken, Hüte und Schnupftücherschwenkend und dem Meister entgegenjubelnd. Diesensah ich später recht erschöpft im Foyer des Theaters; erwar schon zu krank, um diesen ungewöhnlichen Triumph,den er noch dazu in fremdem Lande feierte, voll zu ge-messen, wie wir Landsleute es für ihn thaten: ausser mirvor allem sein und unser Aller Dichter, Kind, der Flöten-spieler Fürstenau, der mit ihm gereist war, der gute alteHarfenmacher Stumpff, seit Jahren in London ansässig,und der oft genannten Schulz."

Am 12. März hörte Moscheies Weber in einer Gesell-schaft bei dem Sänger Braham improvisiren.Er ver-webte einige Themen aus demFreischütz" auf die in-teressanteste jWeise, obwohl ohne besondere Kraftäusse-rung. Diese erlaubte sein physischer Zustand leider nichtmehr, und doch eilte er noch um n Uhr in eine zweitegrosse Soiree der Mrs. Coutts, weil sie ihm gut bezahltward. Als er Braham verlasseh hatte, wurde sein be-dauerlicher Zustand viel besprochen."

Am 13. März ist Weber Tischgast im Hause Moscheies'.Welche Freude! Doch auch da ward unser Mitleid auf'sInnigste angeregt! Denn sprachlos trat er in unser Wohn-zimmer: die eine kleine Treppe, die dahinführte, hatteihm den Athem gänzlich benommen; er sank in einen derThür nahestehenden Stuhl, erholte sich aber bald undwar dann der liebenswürdigste, geistreichste Gesellschafter.Abends fuhren wir mit ihm ins philharmonische Concert,das erste, welches er hörte, und wo eine Haydn'sche undeine Beethoven'sche Symphonie befriedigend gegebenwurden."

Das nächste Philharmonische Concert am 3. Aprildirigirte Weber selbst. Das Programm lautete: