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1 (1872)
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dieser Saison die Es-moll-, H-moll- und D-moll-Etüden(Op. 70), sowie seine Phantasie,Erinnerungen an Irland",,und des Corrigirens von Probedrucken war kein Ende, daer auch oft die von Freunden in England veröffentlichtenCompositionen durchsah.

Die erwähntenErinnerungen an Irland" trug er indem grossen Concert, das er am 7. April veranstaltete,,zum ersten Male öffentlich vor; sie wurden warm auf-genommen. Ueber dieses Concert berichtet das Tagebuchferner:Kiesewetter spielte schön wie immer, ohne dassich jedoch ein Wort mit ihm gewechselt hätte, da ich dieArt, in welcher er kurz vor dem Concert die Bezahlungvon 10 Guineen für diese Production verlangte, nur durcheine kurze Bejahung und das Abbrechen freundschaftlicherBeziehungen zu erwidern verstand. Der grosse Zudrangzu dem Concert war die Ursache, dass sogar die könig-liche Loge sich füllte, anstatt für den Fürsten Esterhazyals Patron des Concertes reservirt zu bleiben, ein Miss-griff, den ich Tages darauf durch einen Besuch beimFürsten wieder gut machen musste. Auch hochgestelltePersonen der musikalischen Aristokratie mussten wegenMangel an Platz den Saal verlassen." Man kannte damalsnoch nicht das bequeme Institut der Sperrsitze.

Die Hauptursache jener Ueberfüllung mag wohl dieMitwirkung Carl Maria von Weber's gewesen sein, dereine eigene von Mme. Caradori gesungene Arie und dieOuvertüre zur Euryanthe dirigirte. Der grosse Mann warseit wenigen Wochen in London, als dies Concert statt-fand; er wohnte bei dem Freunde Sir George Smart, unddort sah Moscheies ihn oft, während er der neugierigenMenge, die ihn besuchen wollte, nicht zugänglich war.Seine leider sehr zerrüttete Gesundheit bedurfte der Ruhe,der er aber wenig pflegen konnte.Wie mag es ihn an-gegriffen haben, als er gestern zum ersten Mal vor demenglischen Publikum im Coventgarden-Theater erschien jder donnernde Applaus, mit dem er empfangen wurde,,ergriff uns tief; um wieviel mehr ihn, den Gefeierten,der Gegenstand dieses Enthusiasmus selbst! Weber dirigirte