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übrigen Theil der Nacht durch Wind und Schneegestöberhin, bis ich endlich um 5 Uhr Morgens in Holyheadankam.
6. Januar. Verhängnissvoller Tag; harte Prüfung;Gottes rettende Hand! Im Hotel fand ich eine respectableReisegesellschaft, aus zwei Herren und einer Dame be-stehend, zur Einschiffung nach Dublin bereit. Die ChesterMail wurde noch erwartet, und diese kam um 7 Uhr;dann aber hiess es, dass kein Dampfschiff zur Ueberfahrtda sei, der Wind habe in den letzten Tagen so stark hin-wärts geblasen, dass alle Dampf boote drüben seien; einSegelpacketboot werde aber sogleich die Mail in 6 bis 7Stunden hinüberfahren. Wollten wir Passagiere das auchbenutzen? Wir thaten es, indem wir uns kurz nach 7 Uhreinschifften, und dann des regnerischen Wetters und derhohen See halber, die Cabine und unsere respectivenBetten aufsuchten. Mich ergriff die Seekrankheit mit sol-cher Heftigkeit, dass ich schon nach einigen Stunden zumTode erschöpft, wie ein Kranker da lag und wahre Mar-tern aushielt. Das Element zürnte immer heftiger, ichzählte die Stunden, sie gingen auch vorüber, die Nachtbrach an, aber wir landeten nicht. Eragten wir unsernSteward, wann wir erlöst würden, so murmelte er: „Werweiss? es geht nicht gut." Und dies bewahrheitete sichmir nur allzusehr durch das Schleudern des Bootes. Ein-gewickelt in Decken und Mäntel, wie ich da lag, konnteich mir das eisig abgestorbene Gefühl meiner Füsse nichterklären, überwand aber meine Erschlaffung so weit, umhinzufühlen, und fand, dass das Wasser schon in meinBett gedrungen war. Nun konnte es auch nicht mehrverhehlt werden, dass das Schiff leck geworden war; dennzischend stürzte das Wasser in die Cabine; der Sturmheulte fürchterlich, die Finsterniss war undurchdringlich.Der Capitain wusste uns nichts Tröstliches zu sagen, alsdass wir in der- Nähe des Ufers wären — freilich nichtnahe genug, um zu landen, da Felsen und Sandbänke, inderen Mitte wir schwammen, uns unfehlbar zerschellenwürden; auch nicht nahe genug, als dass ein Nothsignal
Moscheies' Leben. 8