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von der Küste aus wahrnehmbar werden könnte. Endlichnach langem Kampfe mit den Wellen und den fürchter-lichsten Stössen, die unser Fahrzeug erlitt, konnten wirAnker auswerfen und lagen nun ohne Stärkung und Er-quickung gleich Opferthieren unser Schicksal erwartend,bis zum Anbruch des Tages. Den Muth hatte ich jedochin dieser elenden Lage nicht verloren. Der Glaube an dieallmächtige Vorsehung hielt mich aufrecht; ich dachteohne Aufregung an Weib und Kind. Sie schlafen ruhigund theilen gottlob mein hartes Loos nicht; sie werdenmich entweder froh wiedersehen, oder meinen Verlust mitGottes Hülfe ertragen; ebenso wanderten meine Gedankenschmerzlich gefasst zu meinen anderen Angehörigen undFreunden hinüber. Der Schritt von da in die andere Weltschien mir sehr klein. Am Nachmittag hiess es endlich:„Wir werden erlöst, ein Boot hat unser Schiff erreichtund nimmt uns auf!" Da rafften wir unsere Effecten zu-sammen, Hessen uns mit ihnen sozusagen in's schwankendeBoot werfen, und nach einem kurzen Kampfe mit derschäumenden Brandung, landeten wir im Hafen Howth.Dort miethete ich eine Postchaise, die mich (7 Meilen weit)nach der Stadt brachte. Der öde sandige Boden, die mitRuinen besäete Gegend, das kümmerliche Aussehen derLandbewohner Hess mich auf die Natur und den ganzenCharakter des Landes schliessen. So kam ich denn end-lich in Dublin an, fuhr über die schone Carlisle-Brücke,über den Liffey nach Westmoreland Street, wo ich michin einer Wohnung, die mir der Musikhändler Pigott ge-miethet hatte, in wenig Stunden erholte."
Am 8. Januar führt ihn Mr. Pigott in die ChristChurch, wo er einen im alten Styl gearbeiteten Anthemvon Dr. Spray brav ausführen hört, dann macht er beiden Künstlern und bei der Aristokratie der Stadt dieRunde. Unter anderen lernte er bei dieser GelegenheitLady Morgan, von der er schon als Schriftstellerin gehört,„als äusserst liebenswürdige Wirthin und Gesellschafterinkennen."