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Eorenzo Medici beehrt, die er mir zeigte. Dann durfteich mit ihm sein neuestes botanisches Werk über west-indische Pflanzen durchblättern, wobei er mir viele inte-ressante Erklärungen gab."
„Am 8. November Mittags war Probe im Concertsaal;aber was für eine! elend ist ein zu gelinder Ausdruck.Mori aus London that sein Möglichstes, aber was war zuerzielen mit einem Doppelquartett und vier hinkenden Wind-,nicht Blasinstrumenten als Orchester? Der Theaterdirectorspielte nämlich dem Concertunternehmer Mr. Wilson denStreich, seine Orchestermitglieder nicht herzugeben, undso musste ich das erste Stück des Es-dur-Concerts und dieAlexander-Variationen mit blosser Quartettbegleitung spielen.Meine Phantasie über „Rule Britannia" und ein irländischesLiedchen befriedigte das brillante und zahlreiche Publikumeben so sehr, wie mich das mir nachgeschickte Clemen-tische Instrument. Diese Nacht, sowie alle vorhergehen-den und folgenden auf meiner Reise, beschloss ich damit,dass. ich an meine Frau schrieb, sowie ich auch von ihrtäglich so gute Berichte erhalte, dass sie mich zu meinenProductionen kräftigen."
„Am 9. November früh fuhr ich auf der Mersey ineiner Stunde nach dem gegenüberliegenden Ufer und vonda in i J / 2 Stunde nach Chester, dieser uralten Stadt, merk-würdig durch die Mauer, die sie umschliesst. Das Concert,welches Abends im Royal Hotel stattfand, war dem desgestrigen Tages ähnlich; Mori dirigirte, das Publikumwar eben so brillant und zahlreich, die Aufnahme gleichschmeichelhaft für mich."
„Am 10. November früh ging ich mit Phillips auf dendurch sein Alter merk^vürdigen Wall. Ein ziemlich con-servirter Thurm sagte uns durch seine Inschrift, dass imJahre 1645 King Charles die Schlacht von da aus beobach-tete, und dass er sich, als seine Armee geschlagen war,genöthigt sah, vermittelst einer Strickleiter zu entfliehen.Das Gefängniss (gaol) ist auch ein den Zeiten trotzendesBauwerk. Ein Theil der Stadt liegt romantisch an demFlusse Dee."