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liegenheiten erleichterte, sodass er ungestörter seinemKünstlerberufe nachleben konnte. Während einer 45jährigenEhe der Liebe und Treue hatte sich das Gefühl gegen-seitiger Unentbehrlichkeit so mächtig entwickelt, dass diesBand nur gewaltsam durch den Schwertstreich des Todeszu trennen war!

Moscheies war der treueste biederste Gatte undgründete dadurch das Glück seiner Familie. Briefe undGasse wollte er von vornherein als Gemeingut betrachtethaben. Durch dies Verfahren legte er stillschweigendder jungen Frau die Verpflichtung auf, nur vernünftige,für ihn geniessbare Correspondenzen zu führen undermuthigte sie durch sein Zutrauen zur weisen Ver-waltung des gemeinschaftlichen Ehegutes. Sein nie rasten-des künstlerisches Streben behütete ihn vor der Frivolitätkleiner Eifersüchteleien und vor dem Tändeln mit Frauen-herzen; er hatte an dem einen, das ihm in unwandelbarerLiebe anhing, sein Genüge.

Auch die beiderseitigen Angehörigen des jungen Paaresfreuten sich des schönen Bundes. Moscheies' Bruder, der.zur Hochzeit nach Hamburg gekommen und dort herzlichaufgenommen worden war, fühlte sich sofort in der Fa-milie heimisch, wie Moscheies umgekehrt die GeschwisterTheodor und Emilie Jaques schon ganz als die seinigenbetrachtete ein Zusammenstimmen beider Familien, dassich seitdem ungestört erhalten hat. Möge der Leser selbsturtheilen, ob der weitere Verlauf dieser Skizze, ob dieAuszüge aus den Tagebüchern und Familienbriefen, dieman 45 Jahre hindurch regelmässig von 8 zu 8 Tagenwechselte, das Obige bewahrheiten, und ob Moscheies mitRecht behaupten durfte:Wir handeln gewöhnlich unisono,kommt ja einmal eine Abweichung, so ist es eine durch-gehende Note, die bald ihre Auflösung findet."

Moscheies gab zwei eigene Concerte in Hamburg, imApollosaal,. spielte drei Mal im Theater, dann in Lüneburgund Altona; hierauf wieder im Apollosaal zum Besten derUeberschwemmten der Umgegend, in der Freimaurerloge,für verschiedene Künstler und endlich zum Beschluss in