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1 (1872)
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fluss auf seine Zukunft üben sollte, war die des Banquier-hauses Jaques, da er durch den Chef desselben an seinenältesten, in Hamburg etablirten Sohn und an dessenSchwiegervater, Herrn Adolf Embden empfohlen wurde(den Vater seiner zukünftigen Frau). Doch darauf kommenwir gleich zurück.

Das nächste Concert fand in Celle statt, und am16. Januar erreichte er Hamburg. Das Tagebuch nenntuns zuerst die Musiker, die er kennen lernte: den liebens-würdigen alten Ciasing, den tüchtigen Wilhelm Grund,die Geiger Lindenau und Rudersdorf, ferner Lehmann,einen Miniaturmaler von Fach, aber vortrefflichen Dilettan-ten auf der Geige, und Andere mehr. Unter den jüngerenKräften interessirte ihn besonders die kleine Louise David(nachherige Frau Dulcken), die trotz ihres zarten Altersseine Alexander-Variationen schon sehr brav spielte.

Unter seiner grossen Hörerschaar im Apollosaal warauch seine künftige Frau, Charlotte Embden. Sie, dieselbst etwas Ciavier spielte, hing wie verzaubert an diesenWunderfingern; er bemerkte das junge Mädchen nicht,doch wurden sie schon in den nächsten Tagen bekannt,waren am 2. Februar Bräutigam -und Braut, am 1. Märzvermählt. An diesem Tage findet sich folgende Notiz imTagebuch:Mein Ehrentag. In der glückseligsten rein-sten Stimmung, mit Dank erfüllt gegen den Schöpfer,weihte ich mich an diesem Tage der feierlichen Verbin-dung, die ich heute vor Gott zu bekräftigen im Sinnhabe."

Alle anderen dem Tagebuch anvertrauten Herzens-Ergiessungen aus Brautstand und Flitterwochen hier an-zuführen, möge uns der Leser erlassen. Im Entstehenglich diese Jugendliebe jeder anderen; ein lockeres,,leicht zu lösendes Band; bald aber mischte sich gegen-seitige Achtung hinein, um es fester zu schürzen, erhöhtdurch das Gefühl der aufrichtigsten Dankbarkeit. DieFrau fühlte sich gehoben durch die Stellung, die er ihrgab, er dankte ihr manche Hülfeleistung, die, wenn auchnoch so gering, ihm doch seine täglichen materiellen Ob-

Moscheles* Leben. 7