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Da schrieb ihm die Mutter am 18. Nov. 1824: „„HabenSie auch gütigst unserer Bitte um Lehrstunden gedacht?Sie würden uns höchlich dadurch verbinden, wenn esanders geschehen kann, ohne Ihren Plan für den hiesigenAufenthalt dadurch zu stören. Halten Sie diese wieder-holten Anfragen nicht für unbescheiden und schreibenSie sie lediglich dem Wunsche zu, mein Kind die An-wesenheit des prince des pianistes benutzen zu lassen.""Auch hiernach scheint Moscheies sich noch zu keinem Jaentschlossen, sondern nur von „zuweilen spielen" gesprochenzu haben; denn am 22. Nov. finden wir wieder folgendesBillet: „„Darf ich meine Bitte um Lehrstunden für meineältesten zwei Kinder erneuen, werther Herr Moscheies, sosagen Sie mir» wohl gefälligst Ihren Preis, und wir fangenrecht bald an, um von der Dauer Ihres Aufenthalts fürIhre Schüler so viel Nutzen als möglich zu ziehen.""
Moscheies muss diese Zeilen mündlichbeantwortethaben;denn am 22. Nov. schreibt er in's Tagebuch: „Heute Nach-mittag von zwei bis drei Uhr gab ich dem Felix Mendelssohnseine erste Lection, verkannte es aber keinen Augenblick,dass ich neben einem Meister, nicht neben einem Schülersass. Ich bin stolz darauf, dass seine ausgezeichnetenEltern mir nach kurzer Bekanntschaft diesen Sohn anver-trauen, und glücklich, ihm einige Winke geben zu dürfen,die er mit der ihm eigenen Genialität auffasst und ver-arbeitet." Sechs Tage später heisst es: „Felix Mendels-sohn's Lectionen wiederholen sich von zwei zu zwei Tagen,für mich immer mit steigendem Interesse; er hat nunschon meine Allegri di Bravura, meine Concerte u. a.Sachen bei mir gespielt, und wie gespielt! Er erräthmeine kaum angedeutete Auffassung."
Immer enger schliesst sich Moscheies nun an die Fa-milie an; er rühmt den Geist, der in diesem Hause herrscht,„hört so gern dem gediegenen Vater zu, wenn er beiTische über Kunst spricht" und wohnt vielen ihrer musi-kalischen Morgen- oder Abendunterhaltungen bei, derenProgramme er sorgfältig verzeichnet.
Z. B. „23. November: Singakademie, Psalm von Nau-