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wunderte er als Jessonda, Fanchon und Myrrha, Köckert„ganz besonders" im Spohr'schen Faust. Der SchauspielerStein befreundet sich mit ihm und führt ihn beim Leg.-Rath Gerhard in einen heiteren interessanten Kreis ein,wo er einer reizenden Aufführung unter der Leitung desgenialen Hausherrn beiwohnt. Ueber sein eigenes Con-cert bemerkt er: „Merkwürdig, dass ich es gerade inLeipzig am 18. October gab. "Wie es scheint, habe ichauch meine Schlacht gewonnen, denn gleich im Saal be-stürmten mich die Herren Directoren, ein zweites zu geben.Ich bin aber noch nicht entschlossen." Das Tageblattbringt ihm am frühen Morgen dieselbe Aufforderung;das bestimmt ihn, es am 23. zu thun; der Erfolg ist dergleiche, wie das erste Mal. Die Zeiten, in denen man dieKünstler noch bestürmte, Concerte zugeben, sind freilichvorüber.
Auf den Wunsch Friedrich Schneider's machte ereinen Abstecher nach Dessau, spielte vor dem herzog-lichen Paar und gab ein eigenes Concert, beides höchsterfolgreich. Hier lernte er auch Schneider's neueste Ar-beit „Das verlorene Paradies" kennen.
Am 31. October kamen Moscheies und sein Bruder inBerlin an. In den Notizen über diesen Aufenthalt isteine gewisse Hast nicht zu verkennen. Es ist, als schöbeMoscheies Alles Uebrige als unwichtig beLSeite, um nurimmer von seinen Beziehungen zur Familie Mendelssohnzu sprechen. Es ist ganz nebenbei erwähnt, dass Moscheiesdrei brillante Concerte gab, für die Ueberschwemmten, fürBlinde und andere wohlthätige Zwecke, auch für befreundeteKünstler spielte, und nur obenhin wird erzählt, dass diehaute linance, die Dichter, die hochgestelltesten Staats-männer ihm ehrenvoll entgegenkommen. Der Spontini'-schen Opern mit ihrer brillanten Ausstattung, der vor-trefflichen Sänger Bader, Blum, Frau Milder-Hauptmannund Frau Seidler-Wranitzky, ja sogar der reizendenSchauspielerin Frl. Bauer wird nur flüchtig gedacht, unddas grösste politische Ereigniss, die Heirath des Königsmit der Fürstin Liegnitz, vermag ihn nicht aufzuregen: