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leonnte sich' aber durch die Besuche der theilnehmendenFreunde nicht zerstreuen, oder zum Wiedereintritt in diegrosse Welt bereden lassen. Auch Barbaja's Anerbieten,im Kärntnerthor-Theater so viel Concerte, wie er wollte,gegen die Hälfte der Einnahme zu geben, blieb unberück-sichtigt.
Da kam Weber nach Wien, um seine Euryanthe in Scenezu setzen, und schon nach den Proben hörte man die dissen-tirendsten Stimmen der deutschen und italienischen Parteiüber das Werk, und bereitete sich für die erste Aufführungauf einen ernsten Kampf vor; ja einige Uebelgesinnte hattenes sich herausgenommen, die „Euryanthe" in „Ennuyante"umzutaufen. Bei dieser ersten Aufführung nun wollteMoscheles zugegen sein, um seine Stimme für den deut-schen Meister und gegen das seichte italienische Geklingelzu erheben; so ward die Melancholie überwunden. „DieOper passt nicht für unkundige Ohren", sagte er, nach-dem er sie gehört; „sie ist zu gewagt in Rhythmus undHarmonie; der Text so entsetzlich gesucht, dass die Musikes auch einigermassen sein muss; doch hat sie der Schön-heiten viele, und die Romanzen: „Glöcklein im Thale"und „Unter blüh'nden Mandelbäumen", vor Allem aberdas Finale des ersten Acts müssen ihr bei dem grossen Pu-blikum diesmal und künftig durchhelfen!" Die Besetzungwar untadelhaft. Die reizende jugendliche Sonntag, derherrliche Tenorist Haitzinger, die vortreffliche Grünbaumund der nicht minder brave Sänger Forti waren die Trägerder Hauptrollen. Als sich bei späteren Vorstellungen dasHaus nicht mehr so recht füllen wollte und die italienischePartei zu jubeln anfing, wusste „Ludlam" (die wackereKunstbrüderschaft, die wir bereits früher kennen lernten),den richtigen deutschen Geist über die Presse und ihreKritiken auszugiessen.
Diese Gesellschaft war auch ausserdem bemüht, Weberzu ehren, und gab ihm nach der ersten Aufführung derEuryanthe einen solennen Abend. Unter den Anwesen-den waren Castelli, Jeitteles, Gyrowetz, Bäuerle, Benedict,Grillparzer und viele Andere. Es wurden Gelegenheits-