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Königin fragte viel nach meinen künftigen Plänen undfrüheren Reisen und war für Alles herzlich theilnehmend.Aber o! ihr Schoosshündchen! Es^wurde zu wiederholtenMalen aus den Salons verbannt, kam aber, auf seine Rechtetrotzend, immer wieder zurück und wurde von den Maje-stäten lächelnd beobachtet, wie es sich, anscheinend derMusik horchend, zu ihren Füssen lagerte. Das hübscheThierchen muss aber krank gewesen sein; es verging sich■entsetzlich, nicht nur aller Hofetiquette, sondern auchallen Regeln der Schicklichkeit entgegen. Die Hofdamen.zischelten, lachten hinter den Schnupftüchern, die sie vordie Nase hielten, die Lakaien kamen und gingen, um dieSpuren des unerhörten Zwischenfalles zu beseitigen. DerKönig befahl, den kleinen Verbrecher in den strengstenGewahrsam zu bringen, aber ungeschehen war die Sachenicht zu machen, — ein Vorfall, wie ihn die Annalen einesHofzirkels wohl kaum noch einmal aufzuweisen haben".
Die Feste der Weinlese, die im Beisein des Hofesbegangen wurden, waren Moscheies eine erwünschte Er-heiterung nach den Anstrengungen, die seinem glücklichund ehrenvoll absolvirten Concert vorangegangen waren.Doch mischt sich ein Klageton mit hinein; er war leidendund konnte nicht so recht mitgeniessen, was die Tausendeauf den umliegenden Hügeln und Wiesen ergötzte. Erkonnte noch seine Musik zu dem Ballet: „Die Portraits"hören, das der Balletmeister Florscheit ihm zu Ehren gebenliess; dann aber wurde er immer leidender, und eilte seinemlieben alten Wien zu, um sich dort ärztlich behandeln zulassen. Vivanot, Malfatti und Smethana thaten Alles, wasFreundschaft und ihre Kunst thun konnten, um den kaum"in Wien Angekommenen von grossen Schmerzen zu be-freien, sein Bruder kam von Prag - , um ihn zu pflegen,aber trotzdem vergingen drei trübe Wochen, ehe das Uebelgehoben werden konnte, und dann blieb ein Zustand vonSchwäche und Unbehagen zurück, der seine Lebensgeisterfast noch mehr in Fesseln hielt, als die Krankheit selbst.Er war und blieb melancholisch, ging selten an's Ciavier,fand einigen Trost in der Leetüre seines Shakespeare,