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1 (1872)
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Laune in einem Concert, das er mit folgender Aufschriftfür den Hornisten Leitgeb geschrieben hatte:W. A. Mo-zart hat sich erbarmt über den armen Leitgeb, den Esel,Ochs etc. und schrieb ihm ein Horn-Concert".

Damals hörte er auch eine neue Textbearbeitung derOper:Cosifan tutte", die unter dem Namen:Der Zauber-spiegel" mit der unveränderten Mozart'schen Musik ge-geben wurde und ihn wieder zur Bewunderung hinriss.Das Mozart'sche Requiem hörte er in der Domkircheund im Cäcilien- Verein unter Schelble's vortrefflicherLeitung; auch ergötzte er sich dort an den herrlichstenBruchstücken IIändel'scher Musik. Es gewährte Mosche-les grosse Freude, mit dem geachteten Theoretiker Voll-weiler zu verkehren, Aloys Schmitt wiederzusehen, undden durch das Rheinlied so rühmlich bekannten WilhelmSpeier kennen zu lernen.Solch einen Dilettanten lobeich mir", sagte er,er ist mir so lieb wie ein Künstler".

Inmitten des goldenen Künstlerlebens, das er auchhier führte, des Hörens und Gehörtwerdens, des neuenErfolges, den er sich durch ein neu angekündigtes Con-cert auch in Frankfurt bereitete, war er aber auch aufdas Wohlergehen anderer Künstler bedacht. Böhm undPixis machten auch eine Kunstreise und waren eben inFrankfurt;denen soll Freund Mayer ein gutes Concert inAachen vorbereiten", meinte Moscheies, schrieb ihm undempfahl sie dringend.

Das Concert in Frankfurt war vorüber, da wurde inDarmstadt Spontini's Olympia gegeben; Moscheies, Pixisund Böhm fuhren hinüber, sie zu hören.Aber das wareine drollige Aventure! dreimal verloren wir ein Rad unseresWagens, und da kein anderes Fuhrwerk als ein Leiter-wagen aufzutreiben war, wir aber die Oper um keinenPreis versäumen wollten, so bestiegen wir diese eleganteEquipage und hielten so unsern feierlichen Einzug inDarmstadt, zugleich mit vielen fürstlichen und anderenWagen, deren Insassen uns gut bekannt waren. Bei diesemersten Anhören der Olympia fand ich Vieles grossartigund genialisch, ohne mir die Schwächen mancher Stellen