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1 (1872)
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Für den Herbst hatte Moscheies mit Kiesewetter sohalb und halb eine Reise nach Schottland verabredet, gabdie Idee aber wieder auf. Kiesewetter's Lebenswandelpasste nicht zu Moscheies' Ansichten, passte aber ebensowenig zu seiner eigenen schwachen Constitution und einerimmer mehr über ihn hereinbrechenden Brustkrankheit, dersein wenig geregeltes Leben stets neue Nahrung gab. Da-gegen vereinigte sich Moscheles gern mit Lafont, den erkurz darauf in Boulogne traf, zu drei brillanten Concerten,und ging dann nach Paris, um sich in der ruhigen Herbstzeitmit aller Müsse und allen Kräften dem Studium und der Com-position zu widmen. Auch im Winter wird die Arbeit nebender Betheiligung an grösseren Concerten (u. a. an einemvon der Herzogin v. Berry veranstalteten) eifrig fortgesetzt.Gegen Jahresschluss, wo ihm die Londoner Academy ofMusic ein Diplom als Ehrenmitglied schickt, notirt er in'sTagebuch:Ich fühle mich immer heimischer in England,denn augenscheinlich wünscht man mir Achtung undFreundschaft zu bezeugen; das ruft bei mir grosse Dank-barkeit hervor".

1823.

Das Jahr beginnt mit den Zurüstungen zu einer neuenReise nach England, die Mitte Januar angetreten wurde."Wie im vorigen Jahre zwischen Paris und Versailles, Rouenund anderen französischen Städten, so bewegte er sich jetztzwischen London, Bath, Bristol etc. hin und her, denn inder grossen Metropole wie in der Provinz begehrte manseiner. Junge Damen wollten in wenigen Lectionen einenBruchtheil seines angestaunten Spieles erlernen. Sein Phan-tasmen konnten sie ihm freilichin a few fmishing lessons"nicht abhorchen; denn dazu gehörte neben der grösstenmusikalischen Belesenheit noch sein angeborenes Talent,,das gegebene Thema in stets neuen überraschenden Wen-dungen kaleidoskopisch verschwinden und wieder auf-