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1 (1872)
Seite
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1822.

Im Beginn dieses Jahres trat Mälzel mit seinem Me-tronom hervor, an dessen Erfindung er jahrelang gear-beitet hatte. Da er es aber unendlich schwer fand, ihmEingang zu verschaffen, so musste er sich durch seinenTrompeter - Automaten und die Puppen, die Papa undMama herausquäkten, die nöthigen Subsistenzmittel ver-schaffen. Dass diese nicht immer ausreichten, beweisteine spätere Notiz von Moscheies,dass er die 500 Francs,die er damals im Jahre 1822 in Paris sich von mir lieh, zubezahlen vergass". Das Erscheinen eines neuen Werksvon Beethoven war stets ein Ereigniss für Moscheies. Einsolches Ereigniss fällt in den Anfang dieses Jahres, inwelchem zwei neue Sonaten von Beethoven, (op. 109 u. 110),herauskamen. Er studirte sie mit dem grössten Eifer, ver-senkte sich ganz in ihre Schönheiten und spielte sie denKunstbrüdern vor, hauptsächlich dem Freunde AugustLeo, dem er wahresmusikalisches Verständniss und einanmuthiges Compositionstalent" nachrühmt. Um ihn schartesich ein deutscher Kreis, dessen musikalischer MittelpunktMoscheies wurde, und in welchem der Beethovencultuspietätvolle Pflege fand.

Ein zweites Ereigniss war das Erscheinen von Weber'sFreischütz". Auch dieses Werk wurde in jenem Kreisemit freudiger Erregung begrüsst, seine Schönheiten imKlavierauszug genossen, die neue Aera, welche für diedramatische Kunst in Deutschland angebrochen schien,viel und eingehend besprochen.

Moscheies selbst wollte als Novität in seinem grossenConcert, welches er mit Lafont zusammen vorhatte, dieBeethoven'sche Phantasie mit Chor spielen; aber das hieltschwer! Ein deutscher Musiker, Lecerf, sagte zwar gerndie Mitwirkung des unter seiner Leitung stehendenGe-sangvereins für Kirchenmusik" zu; es wurde auch probirtund wieder probirt, aber die Stossseufzer des Tagebuchsüber die Arbeit, welche die Vorbereitung gerade dieses