— 62 —
mir in's Hotel, noch ehe ich Zeit hatte zu verbergen, dassmir mein Mittagmahl vortrefflich schmeckte. Nun schützteich böses Zahnweh vor, wehrte mich, so gut ich konnte,musste aber doch endlich nachgeben und den Enthusias-mus von Honfleur für mein Spielen entgegen nehmen.Vielleicht verlieh ich diesem noch mehr Interesse alsgewöhnlich, indem ich mich bemühte, die Rolle des„Souffrant" auch im Concertsaal vor dem Publicum weiterzu spielen. So lief die Sache leidlich ab."
Am 10. December traf er wieder in Paris ein, warrasch wieder eingelebt und das frühere bewegte Musik-treiben begann von Neuem. Er nennt unter den mitge-machten Soireen besonders eine bei der Herzogin vonBerry, welche Paer leitete, wo er viel spielte. Garcia,Galli, Bordogni und die liebliche Fodor sangen. Späterheisst es: „Ein Besuch des jungen Erard rief mich heutein seine Klavierfabrik, um die neue Erfindung seinesOnkels Sebastian zu prüfen. Sie bezweckt die raschereAuslösung der Hämmer und erscheint mir so wichtig,dass ich dem Klavierbau durch sie eine neue Aera prophe-zeihe. Der Anschlag ist mir immer noch zu schwer, diePapes und Petzolds angenehmer zu spielen, so bewunderteich freilich, mäkelte aber auch und trieb ihn zu neuenVerbesserungen an.
Den Jahresschluss bringt er „im engsten Freundes-kreise bei August Leo angenehm" zu.