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Moscheies mit Kalkbrenner, dem Harfenspieler Dizi unddem Musikhändler Latour, Associe des Hauses Chappell, zu.Dizi", erzählt er,hat ein allerliebstes Haus in Crabtreein der Nähe von London; eine hübsche Themsenfahrtführt dahin, und da mich die schwere Stadtluft plagt- undmir einen nie gekannten bösen Kopfschmerz verursacht,so veranlassen mich Dizi und seine Frau zu öfteren Be-suchen, bei denen sie mir ein freundliches Schlafzimmer zuGebote stellen." Dort waren auch Kalkbrenner und Latourals Stammgäste eingebürgert, und dort wurde nach Herzens-lust musicirt. Dizi war ein tüchtiger Künstler auf seinemInstrument, Latour ein ebenso eifriger Ciavierlehrer alsComponist kleiner Stückchen, die er in seinem eigenenVerlag erscheinen Hess.

Und Kalkbrenner? Die Welt kennt ihn als einen derbrillantesten Virtuosen seiner Zeit, und auch Moscheiesrühmt ihn alsOctavenhelden"; doch kannte er ihnschon von Wien her als einen leichten, honigsüssen,wenig zuverlässigen Menschen, im Umgang nicht un-angenehm, zur Freundschaft untauglich. Er hatte da-mals den dummen Streich gemacht, die Baronesse___,

die Tochter eines der ersten Häuser Wiens, in das Mo-scheies ihn eingeführt, auf kurze Bekanntschaft hin miteinem Heirathsantrag zu beehren, war natürlich abgewiesenworden und hatte nun Moscheies gerathen,es doch auchbei ihr zu versuchen", worüber diesernur lachen konnte".In London stellte Kalkbrenner eine Dame, mit der er einLandgut bewohne, als seine Frau vor. Das Landgut lagin Frankreich und gehörte ihr, sie aber gehörte, wie manhinterher erfuhr, ihrem rechtmässigen Ehemann, und späterwollte sie nur dem Himmel angehören, da sie ihre Tagereuig in einem Kloster beschloss. Damals 1821 wardsie Mme. Kalkbrenner genannt, und Moscheles hatte gerneine Einladung auf das Gut nach beendeter Saison an-genommen. Schon im nächsten Jahre indessen erschienKalkbrenner in London in der tiefsten Trauer und be-weinte den Tod der im Kloster Büssenden mit allenZeichen des tiefsten Schmerzes vor seinen Freunden. Viele