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Stocken bringt. Diese schlanken gut gebildeten Fingerspielen vorzugsweise legato; sie pflegen bindend von einerTaste zur andern zu gleiten, und Oktaven- wie Staccato-Passagen womöglich zu vermeiden. Cramer singt auf demCiavier so, dass er ein Mozart'sches Andante beinahe in«inen Vocalsatz umwandelt; ich muss es rügen, dass ersich die Freiheit nimmt, seine eigenen oft recht kleinlichenVerzierungen hineinzuweben."
Später heisst es: „Seine neu componirte Sonate inD-moll macht mir grosse Freude und unser freundschaft-liches Verhältniss knüpft sich fester durch das aufrichtigeLob, das ich ihm dafür spende."
UeberRies lesen wir: „Auch mit Ferdinand Ries habeich sehr glückliche musikalische Stunden, da ich be-gierig die Gelegenheit erfasste, den Mann kennen zu ler-nen, dessen herrliches Cis-moll-Concert ich in "Wien derOeffentlichkeit vorführte."
Einer will nun immer den Andern hören, sich anseinen früheren und neuesten Werken erfreuen, und invierhändigen Stücken die beiderseitigen Kräfte erproben.Die grosse Verehrung vor dem Meister Beethoven, dessenSchüler Ries war, musste sie zu einander ziehen und eindauerndes Freundschaftsband zwischen ihnen knüpfen.Oeffentlich spielte Ries damals nicht mehr; er lebte ganzseinem Beruf des Musikunterrichts und des Componirens;Beides trug ihm Geld und Ehre ein, sodass er sich schonim Jahre 1824 als wohlhabender Mann und geachteterKünstler mit seiner liebenswürdigen Familie auf ein Gutin der Nähe von Bonn zurückzog. Auch dort componirteer viel, und seine Ciaviersachen, besonders die Sonaten mitVioline, waren in Wien sowie in anderen deutschen mu-sikalischen Städten sehr beliebt. Was aber Orchester-werke betrifft, so war er darin nicht glücklicher, als Cle-menti. Symphonieen von Beiden wurden in Philharmoni-schen Concerten in London ganz erfolglos aufgeführt; sieverschwanden spurlos vom Repertoire und wussten sichauch in anderen Ländern keine Heimath zu gründen.
Den grössten Theil seiner Erholungfsstunden brachte