j bleibt es auch; doch muss ich der Wahrheit gemäss hie-I herschreiben, dass Herrschaften und Lakaien sich mög-1 liehst ruhig verhielten und dass erstere sich sogar bis zu% einer freundlichen Unterhaltung mit mir herabliessen."■ Sein Erfolg bringt ihm die bisher vergeblich angestrebteI Erlaubniss zur Mitwirkung der k. Kapelle in dem vonfem projeetirten Concert; sie werde jedermann verweigert,Biiess es, ihm aber aus Anerkennung seiner Verdiensteg|zugestanden. Nun fingen auch die Musiker an, mehr Ge-lischmack an ihm zu finden. Morlacchi und Schubert ver-||eitelten die Intriguen des Polledro, der ihm die schwäch-fisten Mitglieder der Kapelle geben wollte, Graf Piatti un-||terhandelte mit dem „unangenehmen" Besitzer des Hotelijjde Pologne wegen des Saales, und am 28. December kamIJder Concerttag heran. „Ich vertheilte nach hiesigem BrauchHe ein und zwei Billette an die Mitglieder der Kapelle,■wir probirten und Abends ging das Concert vor einem^glänzenden, lebhaften Beifall zollenden Publicum vor sich."■Ein Vergleich, den Moscheies bei einigen bereits in Leip-gPzig aufgeführten Nummern zu machen Gelegenheit hatte,Hpiel nicht zu Gunsten der Dresdener Kräfte aus.
1817—1820.
In diesen Jahren, in die jedenfalls weitere Kunstreisengfallen, ist (bis zur Ankunft Moscheies' in Paris) das Tage-gbuch nur lückenhaft geführt. Hier einige Notizen über■das Jahr 1820. Moscheies beginnt das Jahr in Wien, von|wo aus er sich zunächst nach München wendet. Er be-Stheiligt sich dort an grösseren Aufführungen und lässt■dann selbst zwei Concerte folgen. Seine Briefe führen ihn■beim Prinzen Eugen von Leuchtenberg und bei Hofe ein.»Der alte König Max ist gut und liebenswürdig gegen»ihn; erst hat er Audienz, dann spielt er vor den Majestäten