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Erzherzog-Cardinal Rudolf dedicirte, der sie mit Moscheiesgut vom Blatt spielte.
Ein Concert verdrängt das andere; sie alle aufzuzählenerlasse uns der Leser. Bei einem Concert, das er selbstgab, erwähnt Moscheles der Schwierigkeiten, die ihm dieCensurbehörde in den Weg legte. Ja, die Censur er-streckte sich auch auf die Concertzettel. War irgend einverpönter Liedertext, ein aufregender Titel (wie etwa„Freiheitsmarsch") darauf zu lesen, so passirte er nicht.Moscheies' Ruf ist im Aufsteigen. Trotz der Huldi-gung, die ihm von vielen Seiten in Wort und Thatentgegenkommt, lässt er im Eifer nicht nach und be-treibt nach wie vor seine Studien in regelmässigemGleichmaasse fort. Dem Drängen seiner Freunde, seinGlück nun auch in der weiten Welt zu versuchen, setzteer anfangs Widerstand entgegen. Kein Wunder! Erfühlte sich so behaglich in seinem Wien, wo er sich vonFreunden umgeben und von der Gunst des Publikums ge-tragen sah. Während seine hohen Gönner und Gönnerin-nen in Wien nichtsdestoweniger alles in Bewegung setz-ten, um ihm eine grössere Kunstreise zu ermöglichen undalle entgegenstehenden Hindernisse aus dem Wege zuräumen, folgte er vorläufig einer Einladung nach Prag,wo er ein fröhliches Wiedersehen mit den Seinen feierte.
„Wie es prächtig ist", schrieb er ins Tagebuch, „wiedermit Mutter und Schwestern zu sein, und wie gern ichihnen vorspiele! So hört doch Niemand zu, wie die."Und ein andermal: „Heute trieb ich wieder die alten Kin-derspässe mit den Schwestern, wir waren recht ausge-lassen; ich glaube die Mutter hat es gern." Aber auchdem noch immer treu verehrten Lehrer Dionys Weber,wie nicht minder dessen früherem Rivalen Tomaschek,Kunstbrüdern und Freunden, die sich um ihn schaarten,musste er vorspielen und Alle waren von seinen Fort-schritten freudig überrascht. Alle Familien, die denKnaben gekannt und Hoffnungen auf seine Zukunft ge-setzt, zeigten ihm durch ihre herzliche Aufnahme, wie sieden fortgeschrittenen Jüngling ehrten und sich selbst