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das Instrument zu behandeln." Stundenlang sassen siephantasirend und improvisirend zusammen vor einem In-strument; so entstand einePunscheinladung" und andereDuette. Schwer wurde es natürlich Moscheies, sich vonMeyerbeer zu trennen, als dieser sich endlich anschickte,Wien zu verlassen. Meyerbeer war damals in einem Ueber-gangsstadium. Er fing an, sich der dramatischen Musikzuzuwenden, schrieb eine Operette für Berlin und gingbald darauf nach Paris, wo sich die Richtung seines Ta-lents dauernd entschied.

Noch mancher anderen Künstler und Virtuosen, diein den zahlreichen öffentlichen und Privatconcerten mit-wirkten, erwähnt das Tagebuch in diesen letzten Monatendes Jahres 1814; aber nur wenige Namen sind darunter,die ihren damaligen Klang bis auf den heutigen Tag be-wahrt haben.

1815.

Das neue Jahr beginnt, wie das alte geendet.Das Tagebuch wimmelt von Notizen über öffentliche undprivate Musikaufführungen, die aus Anlass des Congressesmeist in sehr grossem Stile und mit mannigfaltigen undbedeutenden Kräften in Scene gesetzt werden. Fast überallist Moscheies dabei, theils anregend und unterweisend, theilsauch selbst mitwirkend.

Das Wichtigste und für Moscheies Folgenreichste im er-sten Monat dieses Jahres bleibt aber wol sein Besuch beider Stiftsdame Gräfin Hardegg.

Sie liess mich rufen", berichtet er,um mich zu fra-gen, ob ich am Aschermittwoch in einem Concert für dieWohlthätigkeits-Anstalten spielen wolle. Ich spürte nichtviel Lust, weil ich keine neuen Gompositionen hatte, abersie liess nicht nach.Machen Sie schnell etwas, Mosche-les, aber recht brillant."" Ja, aber was? Endlich wurdeausgemacht, ich sollte Variationen über den Marsch schrei-