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1 (1872)
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Alle waren dort versammelt, grosser Jubel und festlicheBeleuchtung. Man gab das BalletZephyr und Flora"mit den aus Paris verschriebenen Tänzern".

Einige Tage später ist Hof-Redoute für die Fremden.Sie war in der grossen Reitschule, diese aber mit demgrossen und kleinen Redoutensaal in Verbindung gesetzt;letzterer zu einem Garten umgeschaffen, die Beleuchtungtageshell. Plötzlich trat unser Kaiser allein in schlichterKleidung ein, sich wie ein Hausvater umschauend, obAlles für die hohen Herrschaften bereit sei. Dann er-schienen sie, die Monarchen meist in Uniform. Ich sahAlle und Alles und blieb bis drei Uhr Morgens".

Zwei Tage später berichtet das Tagebuch über dasVolksfest im Augarten:Das Schönste war der Stephans-thurm im Feuerwerk, dann der künstliche Regenbogendie Nachahmungen des Brandenburger Thores und derrussischen Kanonßnsäule. Eine der Festvorstellungen wardieVestalin" von Spontini, eine andere Rossini'sMose".Auch in Schönbrunn war Volksfest und im dortigenTheater ward für die MonarchenJohann von Paris" ge-geben. Die Orangerie war köstlich beleuchtet, der Tem-pel der Flora ausserordentlich schön."

Am 16. October wird in der Reitschule der Händel'scheSamson aufgeführt.Händel's Samson", ruft Moscheiesmit jugendlichem Enthusiasmus aus,der mir immer dieSeelenkräfte stärkt. Das erste Mal zerschmolz ich beiseinem Anhören ganz in Wonne, seitdem habe ich jedeProbe und Aufführung des Meisterwerks gehört und michimmer von neuem daran erquickt".

Auch mancher tolle Streich wurde verübt, manchheiterer Schwank in Scene gesetzt mit den KunstbrüdernMerck und Giuliani, den Dichtern Castelli und Carpani undanderen lustigen Gesellen. Förderlich wirkte Meyerbeer'sUmgang auf seine künstlerische Entwickelung ein, mitdem er damals viel zusammen spielte und den er nichtmüde werden kann, zu bewundern. Ein Mal über dasandere heisst es:Seine Bravour ist unerhört. Sein Spielist unübertrefflich. Ich bewundere seine ganz eigene Art,