kamen und ich den Text „Ret-terin des Gat-ten" unter-gelegt hatte, strich er es aus und schrieb „Rett-erin desGatt-en;" denn auf t könne man nicht singen. Unter dasletzte Stück hatte ich „fine mit Gottes Hülfe" geschrieben.Er war nicht zu Hause, als ich es hintrug; und als er esmir zurückschickte, stand darunter: „„O Mensch hilf dirselber."" Am 29. November heisst es: „In Beethoven'sConcert in der Mittagszeit im grossen Redoutensaal. Erg-ab seine herrliche A-dur-Symphonie, die Gelegenheits-cantate „Der glorreiche Augenblick" und „Die Schlachtbei Vittoria" — Alles seiner würdig."
Im Winter wird Moscheies der Auftrag, die Carroussel-musik bei Anwesenheit der fremden Monarchen zu schreiben.„Die Reitschule war bei festlicher Beleuchtung durch mittel-alterliche Verzierungen zu einer Art von Kampfbahn um-geschaffen. Vierundzwanzig Turnierritter machten ihreSache vortrefflich und ihre Damen waren prachtvoll co-stümirt. So viel Schmuck sah ich noch nie vereinigt."
Die classischen Schuppanzigh'schen Quartettaufführungenwerden natürlich regelmässig von Moscheies besucht, undjedes mal rühmt er die vortreffliche Ausführung, hesondersder Beethoven'schen Quartette. Einmal heisst es: „Ichsass neben Spohr, wir tauschten unsere Meinungen über dasGehörte aus; Spohr sprach mit vielem Eifer gegen Beet-hoven und seine Nachahmer."
Das Heranrücken desCongresses begleitet das Tagebuchmit Notizen über den Einzug der Monarchen, die stets vomKaiser und seinem Hofstaat empfangen werden; eine enthu-siastische Volksmenge geleitet sie, und unter dieser Moscheiesmit seinen jungen Freunden, mitunter bis zwei und drei UhrMorgens. Erst kommt der König von Würtemberg inWien an, dann der von Dänemark, endlich der König vonPreussen und der Kaiser von Russland, zu deren Be-grüssung das Regiment Hiller einen von Moscheies com-ponirten Marsch spielt. „Der Anblick des Burgplatzes wirdmir unvergesslich bleiben, die kaiserliche Familie an denFenstern, unten die fremden Monarchen und Alles ingrösster Gala. Abends im Theater war es noch brillanter,