Volksgarten für Düsseldorf.
Aus dem Ausschreiben.*)
Unter den aus Düsseldorf gebürtigen oder daselbst ansässigenArchitekten wird ein Wettbewerb eröffnet zur Ausarbeitung einesEntwurfes und Kostenüberschlages für das im neuen Volksgarten zuDüsseldorf zu errichtende Restaurationsgebäude unter folgendennäheren Bedingungen:i. Das Gebäude soll so entworfen werden, dass vorläufig ein denBedürfnissen der nächsten Zeit entsprechender Teil zur Aus-führung gelangt, welcher eine später notwendig werdende Ver-grösserung ohne allzugrosse Betriebsstörung ermöglicht.
2. Der vorläufig zur Ausführung bestimmte Teil soll enthalten:
a) im Erdgeschoss einen Restaurationssaal etwa 12 m zu 18 mmit gegen Zug gesicherten Zugängen, 2 Restaurationszimmervon etwa 40 und 25 qm, Küche von etwa 40 qm mit denerforderlichen Nebenräumen, Anrichteraum von etwa 25 qmmit Saal- und Gartenbuffet, Retiraden für Damen und Herren;
b) in einer oder zwei Etagen 2 Wohnungen für den Restau-rateur und den Obergärtner, bestehend aus je 6 Räumen nebstKlosett, Speicherräumen und Speicherzimmern. Bei den für denRestaurateur bestimmten Speicherzimmern ist Rücksicht auf dieUnterbringung des Küchen- und sonstigen Personals zu nehmen.Die Eingänge und Treppen zu diesen Wohnungen können ge-meinschaftlich oder getrennt angeordnet werden, jedoch mussjede Wohnung für sich abgeschlossen werden können; c) Keller-räume für den Wirtschaftsbetrieb und die Wohnungen.
3. Nach der Vergrösserung soll das Gebäude enthalten: Statt desunter 2 aufgeführten kleinen Saales einen Saal von etwa 18 mzu 30 m mit gegen Zug gesicherten Zugängen, nebst den vor-her aufgeführten zum Betrieb erforderlichen Restaurations- undNebenräumen und den beiden Wohnungen. Ausserdem eingeräumiges Podium für Musiker mit anschliessendem Stimm-zimmer und Garderobe für die Musiker. Sodann eine bequemin der Nähe des Haupteinganges zum Saal gelegene Garderobefür das Publikum. Die Kellerräume sind der Vergrösserungentsprechend auszubauen.
4. Die Kosten des vorläufig auszuführenden Baues (vergl. No. 1und 2 vorstehend) dürfen 75000 Mark einschliesslich derinneren baulichen Ausstattung, welche solide, aber einfach ge-dacht ist, nicht überschreiten.
5. Der von den Bewerbern einzureichende Entwurf soll bestehenaus: a) einem Lageplan, in welchen das Restaurationsgebäudeeingetragen ist; b) Zeichnungen der Grundrisse des Kellers,
*) Vergl. K.-N. April 1895, Seite 38—39, Mai Seite 48, Juli Seite 84.
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