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Vorschläge der Stadt Düsseldorf zur kommunalen Neugliederung im Regierungsbezirk Düsseldorf
Entstehung
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Diese neuen Siedlungsgebiete müssen in lockerer, weiträumiger Aufschließung zur Be-bauung gebracht werden. Einschließlich der Straßen und Plätze und der öffentlichen An-lagen darf man in diesen Außengebieten nicht über eine Dichtigkeit von 40 bis 50 Einwohnernauf den Hektar hinausgehen.

In der Kolonie des BauvereinsFreiheit" in Eller ist eine Siedlungsdichte von 71 Köpfen je Hektar; in der städtischenSiedlung an der Calcumer Straße eine solche von 99,5 Köpfen je Hektar, wobei zu berücksichtigen ist, daß sich hierunter dieKolonie der Kinderreichen befindet. In beiden Kolonien sind neben dem Straßenland keine Freiflächen (Spiel- und Sport-plätze, Pachtgärten, Erholungsflächen) mit enthalten. Diese liegen vielmehr außerhalb der Flächen der Kolonien.

Das würde bedeuten, daß im Süden der Stadt bei einer Dichte von 50 Einwohnern auf den Nur für weitere 77500Hektar, noch rund 37500 Einwohner und im Norden, bei der dort angebrachten, noch etwas Einwohner ist neueslockerern Bauweise von 40 Einwohnern auf den Hektar, weitere 40 000, insgesamt also 77 500 Ein- vorhandenwohner untergebracht werden könnten.

Düsseldorf ist von 1900 bis 1922 von 213 000 auf 429 000 Einwohner, also um 216 000 Ein-wohner gewachsen. Es hat sich also in diesen 20 Jahren, trotz der dazwischenliegenden Kriegs-jahre, in denen ein kleiner Rückgang der Bevölkerung eintrat, verdoppelt. Mit anderenWorten: Die noch unaufgeschlossenen Gebiete reichen bei lockerem Ausbau zur Aufnahmedes Bevölkerungszuwachses eines Jahrzehnts, wenn wieder eine stärkere Zuwanderung alsFolge eines wirtschaftlichen Aufschwungs kommt.

In den vier Jahren 1924 bis 1927 ist schon wieder ein Wanderungsgewinn von 11 476 zuverzeichnen gewesen. Nur Düsseldorf und Köln haben von den rheinisch-westfälischenGroßstädten in diesen Jahren einen Wanderungsgewinn gehabt, alle übrigen Wanderungs-verlust. Erst seit 1927 haben Dortmund und Duisburg wieder einen kleinen Wanderungs-gewinn, dagegen die anderen Städte, wie Essen, Gelsenkirchen, Mülheim, noch immer einenWanderungsverlust.

Außerdem hatte Düsseldorf in den Jahren 19241927 einen Geburtenüberschuß von 9910,insgesamt also eine Bevölkerungszunahme von 21 386 oder im Jahresdurchschnitt 5350.

Alles, was weiter an Bevölkerungszuwachs über jene 77 500 Einwohner hin-aus unterzubringen ist, geht auf Kosten der Verdichtung der Bevölkerung inden bereits angebauten Gebieten. Soweit die Deckung des Wohnbedürfnisses in Fragekommt, wird eine vorausschauende Gemeindepolitik die Notwendigkeit vermehrter Boden-bereitstellung erkennen müssen. Das ist die Hauptbegründung des Zwangs zur Eingemeindungvon Lohausen und Kaiserswerth.

Düsseldorf hat:

Wanderungs gewinn

und

Geburten Überschuß

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Wie steht es nun mit den gewerblichen Siedlungsstätten?

Das kleinere und mittlere Gewerbe ist in Düsseldorf wie allerorten mit und zwischen denWohnstätten untergebracht. Es erfordert keine großen zusammenhängenden Flächen und keinebesonderen Verkehrsmittel, wie Eisenbahn- und Wasseranschlüsse.

Anders dagegen steht es mit der Industrie.

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