22Hülfe entgegen eilen muß, damit sie nicht ganzihrem Elend und ihrem Jammer unterliegen. —Ach! sehet sie, die Bejahrten und die Greisen,welche die Last der Jahre zitternd macht, wie siemit halb schon verweseten Körpern, ihre letzternKräfte aufbieten, und so wankend und am Sta-be, bey euch, die für sie bestimmten Gaben ab-holen. — Auch kommen sie die verlaßenen Witt-wen und Waysen, und schmachten klagend undwinselnd nach Brod! — Wie? edle Menschen-freunde! Kann euer empfindsames Herz diesenAnblick noch länger ertragen? — ertragen, wennihr dabey bedenkt, daß keine Witterung und kei-ne Jahrszeit, weder Regen und Sturm, wederdie brennende Hitze im Sommer, noch auch imWinter die strengste Kälte, sie zurückhalten darf,so mühsam und bettlend sich den nothdürftigstenUnterhalt zu verschaffen! — Wie? sind sie Alle,diese Nothleidenden nicht eure Brüder? Undwenn ihr sie würdet aufsuchen in ihren Hütten,wenn ihr dort ihr hartes schlechtes Strohlager,auf welchem sie die nächtliche Ruhe suchen, wennihr die zerlumpten Kleidungsstücke, die geringenund ganz schlechten Speisen, und so viele andreGegenstände, die das Mitleid rege machen, er-blicken würdet: Würdet ihr nicht alle sagen, nein!so
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Die ausgezeichneten Vortheile, welche für unsere bürgerliche, und für jede kirchliche Verfaßung dadurch erwachsen werden, wenn eine gemeinnützige und wohleingerichtete Armen-Anstalt unter uns eingeführet werden wird : eine Predigt am 1. Sonntage nach Epiphanias 1800 ...
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