(193) (Im zehnten Fenster war ein Wald von Palmbäumen, woran allerhandWaffen hiengen; unter andern war ein Käras, worauf der NahmenszugFR. zu lesen, an einen Baum aufgehangen. Mit der Ueberschrift: Erruhet in Frieden. Darunter stund dieser Vers:Ein Friedrich will geliebet seyn:Er wird bald müde, stets zu schrecken,Und hängt im nahen PalmenhäynDie Waffen auf, die Staub und Blut bedecken.(Nro. 160.) Bey dem Judenvorsteher Zaudi Gompertz Hertz wurdeim ersten Fensterrahm vorgestellet der Himmel in einem fein geschildertenGemählde, woraus sich einige Engel zeigten; einer aus ihnen hielte fliegendeine Legende hervor, worinn aus Psalm 91. geschrieben stund: Er hatseinen Engeln befohlen über Dir, daß sie Dich behüten, ꝛc.Weiter unten die Königl. Gloire, in der rechten Hand einen Lorbeerkranzhaltend, worinn geschrieben stund: PAX! mit der linken Hand sich aneine starke Pyramide lehnend, worauf Absatzweise von unten herauf geschrieben war: Schlacht bey Molwitz; bey Czaslow; bey Friedberg:bey Sorr; bey Kesselsdorf; bey Lowositz; bey Prag; bey Rosbachbey Zorndorf; bey Leuthen; bey Liegnitz; bey Torgau; beyFreyberg. Oben auf der Spitze der Nahmenszug F.R. Unten stund inLandessprache: Borger! willt gy wel geloven,Dat het Werken zyn van boven?Im zweyten Fenster war eine grosse Friedenssonne, nach der ein grosserPreussischer Adler mit einem Lorbeerzweig in den Klauen flog; in der Mittedes Adlers stund F.R., darunter mit kleinen Buchstaben: Après tour-ment, contentement. Ferner ein grosses flammendes Herze, worinngeschrieben stund: VIVAT FRIDERICUS MAGNUS, CUMFAMILIA REGIA! Unten an:Ich bin, wer ich bin;GOtt weiß mein Sinn;Welch sind doch die Sachen,Die ich soll lassen machenZum Ruhm unserm König:Es iſt ja alles zu wenigIm übrigen war das ganze Haus schön illuminiret, nebst einem mit bren-nenden Cronen und Wandleuchtern gezierten Perspectiv.Hier
Druckschrift
Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
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