) ( 2 ) ⁕ (Besitznehmung derselben ein ansehnliches Corps Dero Trouppen, untermBefehl des Herrn Obersten von Bauer, nach dem Niederrhein detaschiret,welcher mit selbigen bereits im December des verwichenen Jahres in denGegenden um und bey Wesel ankam. Er hatte sein Hauptquartier anfänglichauf dem Rittersitz Crudenburg, nachher aber auf dem freyherrlichen SchlosseGatrop. Er schloß den 20. Jan. d. J. mit dem Herrn General von Monteynard eine Convention. Siehe die Anl. Nr. 1. Den clevischen Landesein-wohnern gieng aus dieser Veranstaltung ein erquickender Strahl der süssenHofnung auf, sich bald des bisherigen Jochs entlastet, und wieder untermSchutz und unter der väterlichen Regierung ihres rechtmässigen Landesherrn zusehen. In dieser Absicht duldeten sie auch noch den letzten Sturm der französi-schen Bedrückungen, der in den Weyhnachtsfeyertagen auf eine unerhörteArt in eine gewaltsame Erpressung von zwölfmahl hundert tausend Livresfranzösischen Geldes ausbrach. Es wurde jedoch theils durch der Franzoseneigene anfängliche Verzögerung, theils durch den darüber eingefallenen ausser-ordentlichen und ziemlich lange angehaltenen Frost, der selbst den Rhein einegeraume Zeit zum stehen brachte, die würkliche Räumung aufgehalten undunmöglich gemacht, bis endlich durch die im Febr. dieses Jahres sich wiedereingefundene gelinde Witterung, und das darauf erfolgte Thauwetter derRheinstrohm allmählig wieder schiffbar wurde.§. 2.Zu noch allgemeinerem ausnehmendem Glück, sowohl für ganz Teutsch-land als ins besondere für hiesige Lande, hatte es unterdessen die allmächtigeVorsicht dahin gelenket, daß am 15. Febr. dieses Jahrs, dem merkwürdigstenTage aller Tage, zu Hubertsburg in Sachsen, auch der so lang gewünschteFriede zwischen des Königs in Preussen, der Königin von Ungarn und Böhmen,und des Königs in Pohlen Maj. Maj. Maj. geschlossen und gezeichnet worden.Der Herr Oberste von Bauer gab von dieser höchsterfreulichen Begebenheitbereits den 19. Febr. dem Commandanten zu Wesel, Herrn Marquis deLangeron, und dieser an eben dem Tage dem Magistrat daselbst durch einHandschreiben Nachricht, mit Vermelden, daß er sofort die Befehle gestellethabe, daß der bisherige Zwang der Bürgerei von nun an völlig aufhören solte.Der Magistrat ließ noch selbigen Tages die Bürgerhauptleute auf das Rath-hauß versammlen, und eröffnete Ihnen diese angenehme Bottschaft, die vonden Anwesenden mit einem dreymahligen Freudengeschrey: Es lebe derKönig
Druckschrift
Umständliche Nachrichten von der Nahmens Sr. Kön. Majest. in Preussen den 10., 11. und 12. Merz 1763 vollzogenen Besitznehmung der Clev-, Mörs- und Geldrischen Provinzen und von den darinn vorgegangenen feyerlichen Freudensbezeugungen über den den 15. Febr. b.J. zu Hubertusburg geschlossenen Frieden
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