Druckschrift 
2 (1805)
Entstehung
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2 Vorübungen zu den Rechnungen mit Brüchen.die Vielheit ihrer Theile zusammengenommen, mache einGanzes aus. Z. B. Wenn ein Beutel mit Kronenthaslern vorhanden ist, und man nimmt eine gewisse Anzahlheraus, so ist die herausgenommene Summe, in An-sehung der ganzen im Beutel enthaltenen, kein Gan-zes, sondern ein Theil der im Beutel befindlichen Summe,obschon jeder Kronenthaler für sich allein betrachtet,eine ganze Einheit vorstellt. Es befänden sich z. B.im Beutel 200 Kronenthaler, und man nähme 50 da-von heraus, so sind die letztern in Rücksicht der ganzenSumme, zwar 1/4 vom Ganzen, aber einzeln betrachtet,ist jeder Kronenthaler für sich auch ein Ganzes.Von einem Apfel hingegen, der ebenfalls in 4 Theilegetheilet ist, ist 1/4 dem Namen nach zwar mit 1/4 deraus dem Beutel genommenen Summe gleich, nur un-terscheidet sich das 1/4 vom Apfel dadurch, daß es, alsein Theil für sich, kein Ganzes ausmacht.Es erhellet also aus diesen beyden Beyspielen, daßzuweilen einige zusammengenommene Ganze, auch alswirkliche Theile eines Ganzen, angesehen werden können.Hier ist aber die Rede nicht, ob das eine Viertelgrößer als das andre ist, denn Brüche können gleicheNamen führen und doch an Größe oder Inhalt ver-schieden seyn. Man braucht nur 2 Aepfel von ver-schiedenes Größe, jeden in 4 gleiche Theile zu theilen,so wird ¼ des einen größer seyn als ¼ des andern, ob-gleich dem Namen nach 1/4 = 1/4 ist. Ein ähn-liches Beyspiel läßt sich auch durch 2 Beutel vongleicher Größe, die aber nicht einerley Münzsorten ent-halten, geben. Es wären z. B. in dem einen Ducaten,und in dem andern Groschen, so wäre 1/4 vom ersterneben